Innenwände und Trennwände

Innen- und Trennwände mit einfachen Konstruktionen aus Ytong oder Silka für vielfältige Anforderungen

Der Oberbegriff „Innenwand“ bezeichnet die unterschiedlichen Mauerwerke im Innenbereich. Von der einfachen Flächenabtrennung bis hin zu multifunktionalen Wänden lassen sich Innenwände individuell erstellen. Im Planungsprozess ist es daher wichtig, frühzeitig die Funktion des Baustoffs zu bestimmen und entsprechend zu planen. Silka Kalksandstein ist für zahlreiche Innenwände optimal geeignet. Besonders durch ihr enormes Tragverhalten nehmen die Steine große Gebäudelasten auf und entlasten so die Außenwände. Ytong Porenbeton ist als Raumteiler dort ideal, wo nur geringe Lasten in der Statik zu berücksichtigen sind. 

  • Nicht tragende raumabschließende Innenwände (Trennwände)

    Innenwände ohne statische Anforderungen lassen sich beliebig einbauen oder entfernen. Sie lassen sich zur individuellen Raumeinteilung auch im späteren Verlauf der Ausbauarbeiten errichten. In der Statik zählen sie – über den Trennwandzuschlag – zu den Nutzlasten, wenn die Nutzlasten der Decke kleiner 5 kN/m sind. Nach DIN 4103 bemessen, übertragen sie die Eigenlasten und die einwirkenden Flächenlasten sicher in die angrenzenden Bauteile. Die Trennwände erfüllen bei sachgerechter Planung vorhandene Anforderungen an den Schallschutz, Wärmeschutz und Brandschutz.

    Abhängig vom gewünschten Komfort können Trennwände mit einem einfachen oder höheren Schalldämmmaß eingeplant werden. Innenwände aus Ytong Porenbeton erreichen hier einfach ein bewertetes Schalldämmmaß von 35 dB. Zudem spielen die Wände aufgrund ihres geringen Eigengewichts bei den Deckennutzlasten in der Standsicherheitsbemessung keine weitere Rolle. Für höhere Schalldämmmaße, sind Innenwände aus Silka Kalksandstein optimal. Sein hohes Eigengewicht ermöglicht bei einer Wandstärke von nur 10 cm ein bewertetes Schalldämmmaß von bis zu 45 dB. Das Wandeigengewicht geht allerdings auch gesondert – vielfach als Linienlast – in die statische Bemessung ein. Es gilt daher, einen Kompromiss zwischen Schallschutzkomfort und Bemessungs- und Bauaufwand zu finden.

    Produkttipp

    Ytong Planbock, Ytong Planbauplatte, Silka Kleinformate, Silka Bauplatten

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  • Wohnungstrennwände

    Wohnungstrennwänden gilt eine besondere Aufmerksamkeit, da sie private Räume zu den Nachbarn und auch zu öffentlichen Bereichen abschirmen. Gerade in Mehrfamilienhäusern schätzen Mieter wie Käufer ihre Privatsphäre gleichermaßen.

    Schallschutz von Wohnungstrennwänden kann nur mit sehr hohem Aufwand und mit geringem Effekt nachgerüstet werden. Daher sollte das gewünschte Schallschutzniveau frühzeitig festgelegt und berechnet werden. Um auf der sicheren Seite zu sein und einen hohen Wohnkomfort zu bieten, sollte der erhöhte Schallschutz für Wohnungstrennwände von 55 dB stets eingehalten werden. Silka Kalksandstein mit einer Rohdichteklasse von 2,0 erfüllt die Schallschutzanforderungen sicher und zuverlässig. Schon eine Wandstärke von 24 cm ist dafür ausreichend, wobei höhere Rohdichteklassen die Werte sogar übertreffen.

    Tabelle erreichbarer Schallschutz von Wohnungstrennwänden

    Mittels einer genaueren Berechnung des erreichbaren Schalldämmmaßes kann Silka protect Kalksandstein die erhöhten Anforderungen an den Schallschutz nach den Empfehlungen der VDI-Richtlinie 4100 erreichen. Dies ist mit einer Rohdichte von 2,6 und Wandicken ab 24 cm möglich. Für die Erreichung von besten Werten sind sorgfältig geplante und ausgeführte Anschlüsse an angrenzende Bauteile unabdingbar. Empfohlen wird hier die Verarbeitung mit Silka Secure Dünnbettmörtel in der Stoß- und Lagerfuge, die eine Steigerung der Ausführungsqualität herbeiführt. So kann ein Mauerwerk errichtet werden, das ohne Fehlstellen wirkungsvoll den Schalldurchgang zwischen den Wohneinheiten minimiert.

    Produkttipp

    Silka protect, Silka XL, Silka Ratio Planstein, Silka Secure Dünnbettmörtel

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  • Haustrennwände

    Lärm aus fremden Wohnbereichen überträgt sich bei Doppel- und Reihenhäusern vor allem über die  Haustrennwand. Der Schallschutz einer Haustrennwand hängt ganz wesentlich von ihrem Gewicht ab, also von der Rohdichte der verwendeten Baustoffe. Heutzutage wird sie nur noch zweischalig ausgeführt. Der Begriff „Haustrennwand“ wird nachfolgend also als Synonym für die zweischalige Ausführung mit einer zwischenliegenden Mineralwolldämmung verwendet.

    Das Schallschutzniveau einer Haustrennwand sollte bereits im Vorfeld definiert werden, um die Anschlussdetails optimal anpassen zu können. Die DIN 4109:1998 verlangt für den normalen Schallschutz ein Schalldämmmaß R’w von mind. 57 dB, was die vorhandenen Ansprüche zumeist nicht umfassend erfüllt. Das bewertete Schalldämmmaß von mind. 67 dB entspricht dem Vorschlag des erhöhten Schallschutzes im aktuellen Beiblatt 2 der DIN 4109:1998 und hat sich bereits vielfach als ideale Lösung ausgezeichnet. Dank ihrer hohen Rohdichten erfüllen insbesondere Haustrennwände aus Silka Kalksandstein diese Anforderungen. Optimalen Schutz bieten bereits zwei 15 cm dicke Schalen aus Silka Kalksandstein mit der Rohdichteklasse 1,8 und einer 5 cm Fuge, die mit Mineralfaserplatten gefüllt sind.

    Neben den Baustoffeigenschaften der Haustrennwand beeinflusst insbesondere die Art der Ausführung das Schallschutzniveau. Hier gilt es, Details im Bereich der Fundamente, der Decken- und des Dachabschlusses genau zu betrachten, denn wünscht der Bauherr einen besonders hohen Schallschutz, bietet sich eine vollständig getrennte Haustrennwand als einzige Lösung an. Die Gebäudeteile dürfen sich dann also bei einem Doppel- oder Reihenhaus nicht berühren, um jegliche Schallübertragung auszuschließen.

    Produkttipp

    Silka XL, Silka Ratio Planstein, Silka Secure Dünnbettmörtel

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