Kellerwände

Energetisch hochwertige Kelleraußenwände für individuelle Nutzbarkeit

Genauso wichtig wie die verschiedenen Wände oberhalb des Erdreichs sind auch die Wände im Keller. Wellnessbereich, Hobbykeller oder weitere Wohnräume: Mit sachgerecht geplantem Mauerwerk ist alles realisierbar. Es kommt nur auf die bauphysikalischen Details für die Wandkonstruktionen im Außenbereich an – und auf die Kenntnisse des Baugrundes nebst Auflagen des öffentlichen Baurechts.

  • Kelleraußenwände müssen horizontalen und vertikalen Belastungen standhalten

    Auf die tragenden Wände im Kellerbereich konzentrieren sich naturgemäß sämtliche Lasten der darüberliegenden Etagen und wirken so in vertikaler Richtung auf das Mauerwerk ein. Hinzu kommen Belastungen horizontal wirkender Kräfte des Erdreichs und temporär auch anstehender Wasserdruck. Aus Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein bestehendes Mauerwerk nimmt mit der Bemessung nach DIN 10531 oder DIN EN 1996 diese Lasten in vielen Fällen sicher auf. Vorhandene vertikale Auflasten überdrücken horizontal wirkenden Kräfte und stellen Standsicherheit her.

  • Dauerhafter Feuchteschutz ist unabdingbar

    Um Schäden am Mauerwerk durch Feuchtigkeit von außen zu vermeiden und die funktionale Nutzung der dahinterliegenden Räume nicht zu beeinträchtigen, müssen versickerndes Niederschlags- und Oberflächenwasser sowie natürliche Bodenfeuchtigkeit mit gezielten Abdichtungsmaßnahmen vom Gebäude ferngehalten werden. Die DIN 18195 enthält daher eine Vielzahl an Abdichtungssystemen, die aus einer oder mehrerer Lagen wasserundurchlässiger Materialien bestehen. In Form von Anstrichen oder Bahnen lassen sie sich auf das Mauerwerk aufbringen und garantieren einen hervorragenden Feuchteschutz.

  • Wärmeschutz besser als die EnEV fordert

    Um großen Wärmeverlust zu vermeiden und die Wohnqualität der Kellerräume sicher zu stellen, müssen Kelleraußenwände energetisch hochwertig sein. Die aktuelle Energieeinsparverordnung EneV gibt daher einen Referenz-U-Wert von 0,35 W/(m²K) vor. In energieeffizient geplanten Gebäuden sollte dieser Orientierungswert jedoch bestenfalls unterschritten werden. Monolithisches Ytong Mauerwerk (mit einer Kelleraußenwandstärke von 36,5 cm und mit der Steinfestigkeitsklasse 4) erreicht ohne Außendämmung bereits einen U-Wert von 0,31 W/(m²K). Eine zusätzliche Dämmung ist jedoch notwendig, wenn erhöhte Anforderungen unterhalb des Referenzwertes bestehen. Die Wahl der Baustoffkombination und ihrer Verbindung sollte aufgrund der unterschiedlichen Materialeigenschaften bereits in der frühen Planungsphase stattfinden.

    Tabelle U-Werte Kelleraußenwandkonstruktionen mit Ytong und Silka