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Bauen und Wohnen 2020

Zwei Fragen an Torsten Schinkel,

Leiter Produktmanagement Xella Deutschland

Welche Themen sind im Zusammenhang mit Building Infor­

mation Modeling wichtig?

Wichtig ist vor allem eine breite Basis. „BIM“ ist kein Thema nur

für Planer! Sowohl Hersteller, Planer und Bauherren müssen im

Prozess mitgenommen werden. Die Vorteile erschließen sich vor

allem in der Zusammenarbeit: eine bessere Abstimmung der

Fachplaner und Gewerke, weniger Planungsfehler, Kosten- und

Zeitersparnis.

Welche Hindernisse müssen noch auf dem Weg geräumt

werden, bis Building Information Modeling eine Selbstverständ-

lichkeit im Planeralltag wird?

So viele Hindernisse gibt es gar nicht mehr. Viele Themen und

Unsicherheiten sind bereits geklärt; anfangen kann man also.

Damit es selbstverständlich wird, müssen einfach nur mehr Pro-

jekte entsprechend bearbeitet werden. Der Bauherr sollte bei

seinen Projekten, ob privat oder gewerblich, „BIM“ fordern! Er

hat grundsätzlich die größten Vorteile: Transparenz und Nach-

vollziehbarkeit. Das muss ihm nur klar werden. Dann müssen die

Architekten nachziehen, auf „BIM“ umstellen und anschließend wer-

den auch die anderen Fachplaner folgen.

„BUILDING INFOR­

MATION MODELING

IST KEIN THEMA

NUR FÜR PLANER!“

BIM IN DER GEBÄUDEVERWALTUNG

BIM ist weitaus mehr als nur ein 3D Modell eines Gebäudes. Das Gebäudedatenmodell enthält Informationen,

die für verschiedene Beteiligte während der gesamten Lebensdauer des Gebäudes relevant sind – für Planer,

Eigentümer und Mieter, Facility- und Immobilienmanager. 90 Prozent der Gesamtkosten während der Lebens-

dauer eines Gebäudes entfallen auf die Gebäudeinstandhaltung und -verwaltung. Facilitymanager beispielsweise

interessieren sich für den Einsatz von BIM, weil diese Modelle wesentliche Informationen über verschiedene

Aspekte eines Gebäudes oder Gebäudeteils bieten, beispielsweise Raumdaten oder technische Dokumentationen.

Das BIM-System stellt sicher, dass bei der Übergabe des Projekts vom Entwurfs- und Bauteam an den Gebäude­

eigentümer keine Daten verloren gehen. Dadurch kostet die Verwaltung während des gesamten Lebenszyklus

des Gebäudes bis hin zum Rückbau weniger Zeit, Mühe und Geld.