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Wandbaustoffe

3

3.5

3.5.11

Produkte und Verarbeitung Silka Kalksandstein

Silka Riemchen

Kennzeichen der Silka Riemchen:

In zwei verschiedenen Oberflächenstrukturen und drei Farbausführungen lieferbar

In Verblenderqualität F2 (mindestens 50 Frost-Tau-Wechsel) erhältlich

Werksseitig vorimprägniert (Fläming Weiß und Fläming Blau)

Bestmögliche Erfüllung optischer Anforderungen

Typische Einsatzgebiete bei Handverarbeitung:

Neubau: ansprechende Sichtmauerwerksoptik für innen und außen (Verblenderqualität)

Bauen im Bestand: Aufwertung unschöner Fassaden und Innenwände

Die Alternative zu aufwändig gebrannten Klinkerriemchen

Vorteile:

Unabhängig vom Untergrund entsteht der Eindruck eines massiven, zeitlos eleganten Mauerwerks

Wohnflächengewinn durch nur 2 cm dünne Riemchen im Vergleich zu einer etwaigen Vormauerung

Verarbeitung

Ergänzend zu den allgemeinen Verarbeitungshinweisen in Kapitel 3.5.10

gilt Folgendes:

Egal, ob Silka Riemchen im Innen- oder Außenbereich Anwendung finden,

es gilt vorab die Eignung des Untergrunds festzustellen bzw. diesen ent-

sprechend aufzubereiten. In jedem Fall ist sicherzustellen, dass neben dem

Eigengewicht der Silka Riemchen und des Mörtels auch thermische Span-

nungen und Windlasten bei Außenwänden schadlos aufgenommen bzw. in

das tragende Mauerwerk weitergeleitet werden.

Praxistipp:

Für das Bauen im Bestand gilt zusätzlich, dass vorhandene

Wandbeläge wie z. B. Tapeten, Fliesen, Anstriche oder absandende Putze

in der Regel zu entfernen bzw. Putzflächen auf Hohlstellen zu prüfen und

auszubessern sind.

Generell gilt es, haftmindernde Rückstände wie Staub und Baustoffreste

des Untergrunds durch z. B. Abfegen und Abstreifen zu entfernen

[1] [2]

.

Hartnäckigere Rückstände wie z. B. Trennmittel oder Moosbefall lassen

sich, je nach Größe und Intensität, mit einer Drahtbürste bis hin zur Sand-

strahlung und anschließendem Abfegen entfernen.

Ob die Riemchen direkt auf dem tragfähigen Untergrund angesetzt werden

können, hängt sowohl von der Ebenheit des Untergrunds als auch vom zu

verwendenden Dünnbettmörtel/-kleber ab. Hier sind die jeweiligen Verarbei-

tungsrichtlinien des Mörtellieferanten unbedingt zu berücksichtigen. Einen

typischen Wandaufbau zeigt die Grafik

[3]

. Zur Verbesserung des Haftgrunds

kann abhängig vom eingesetzten Unterputz ein Spritzbewurf von Vorteil sein

[4]

.

Abfegen des Untergrundes

1

Abstreifen von Baustoffresten

2