Table of Contents Table of Contents
Previous Page  254 / 468 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 254 / 468 Next Page
Page Background

254

Wandbaustoffe

Oberflächenbehandlung innenseitig

Mauerwerksbauteile aus Ytong und

Silka – Sichtmauerwerk ausgenom-

men – verlangen grundsätzlich eine

dauerhafte Oberflächenbehandlung:

Diese bietet Schutz vor Feuchtigkeit,

stellt die Luftdichtheit sicher, ver-

hindert Angriffe aggressiver Um-

welteinflüsse auf das Innenraum­

klima, erhöht die mechanische

Widerstandsfähigkeit und sorgt nicht

zuletzt für eine edle Optik. Dafür

jedoch sollten die verwendeten

Produkte unbedingt auf den Mauer-

werksuntergrund abgestimmt bzw.

mit ihm kombinierbar sein. Es sind

daher neben den hier genannten

Hinweisen auch stets die Hersteller-

informationen für die Anwendbarkeit

sowie die geltenden Verarbeitungs-

regelungen zu beachten.

Innenputze

Innenwände müssen keinerlei

Witterungsschutzanforderungen

erfüllen, sollten jedoch in der Lage

3.6.2

Folgearbeiten bei Ytong und Silka Wandbaustoffen

Oberflächenbehandlung innenseitig

3.6

3.6.2

sein, Raumluftfeuchtigkeit aus­

zugleichen und ein angenehmes

Raumklima zu schaffen. Minera-

lische Innenputze eignen sich hier-

für besonders gut, wenn sie – wie

Ytong und Silka – aus natürlichen

und mineralischen Materialien

ohne allergieauslösende Fremd-

stoffe bestehen. Gerade im Innen-

raumbereich sind wohngesunde

Produkte zu verwenden, die weder

Lösungsmittel noch flüchtige

organische Substanzen (VOC) oder

Weichmacher enthalten, um die Ge-

sundheit zu keiner Zeit zu gefährden.

Die hohe Maßgenauigkeit von Ytong

und Silka sowie ihre einfache Ver-

arbeitung im Dünnbettmörtelver-

fahren machen von Glättputzen bis

hin zu traditionellen 15 mm dicken

Putzen alles möglich. Dabei wird

zwischen Spachtelungen (bis 3 mm

stark), einlagigen Dünnlagenputzen

(3 bis 5 mm stark) sowie einlagigen

(10 mm starken) und mehrlagigen

(insgesamt 10 bis 15 mm starken)

Innenputzen nach DIN EN 13914-2

bzw. DIN 18550-2 unterschieden.

Erfahrungsgemäß zeigen Innenputze

mit einer mittleren Auftragsstärke

von über 5 mm die besten Ergeb-

nisse. Werden Dünnlagenputze ver-

wendet, ist der Untergrund mit einer

erhöhten Genauigkeit herzustellen,

da sich allgemein zulässige Unter­

grundunebenheiten nicht ausgleichen

lassen. Die richtige Putzwahl hängt

jedoch von weiteren Faktoren ab:

verwendete Materialien, vorhandene

Ebenheit der Mauerwerksoberfläche

und gewünschte Oberflächenqua­

lität. Die Oberflächenbeschaffenheit

wird laut DIN EN 13914-2 bzw.

DIN 18550-2 in vier verschiedenen

Qualitätsstufen angegeben, die je-

weils schon während der Baupla-

nung festgelegt werden sollte, um

frühzeitig zu entscheiden, wie mit

der fertigen Oberfläche weiter ver-

fahren wird. Schließlich verlangt

eine Wandoberfläche mit einem

dekorativen Oberputz

>

2 mm eine

andere Qualitätsstufe als bei der

späteren Beschichtung mit mittel bis

grob strukturierter Raufasertapete.

Neben der Ausführungsqualität ist

auch die Struktur des Innenputzes

anzugeben, wobei man zwischen

abgezogenen, geglätteten, gefilzten

oder geriebenen Putzoberflächen

unterscheidet.

Innenputzmaterialien

Als Innenputze eignen sich vor­

rangig einlagige Fertigputze nach