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260

Wandbaustoffe

Folgearbeiten bei Ytong und Silka Wandbaustoffen

Oberflächenbehandlung außenseitig

3.6

3.6.3

Ytong Porenbetonuntergrund ab­

gestimmt und gewährleisten eine

sichere Ausführung.

Außenputze müssen entsprechend

DIN EN 13914-1 bzw. DIN 18550-1

gleichmäßig am Putzgrund haften

und hinsichtlich seiner Eigenschaften

auf den Putzgrund abgestimmt und

dauerhaft sein. Neben seiner op-

tischen Funktion muss er auch bau-

physikalische Anforderungen erfüllen.

So muss er unter anderem hinsicht-

lich seiner Beanspruchung durch

Schlagregen. gemäß DIN 18550-1,

ein geeignetes Wasseraufnahme­

vermögen aufweisen. Langjährige

Untersuchungen und praktische

Erfahrungen haben gezeigt, dass

Außenputze mit folgenden Eigen-

schaften diese Anforderungen erfüllen

(vgl. hierzu auch DIN 4108-3):

Wasseraufnahmekoeffizient:

w

0,5 kg/(m²h

0,5

)

Diffusionsäquivalente Luft-

schichtdicke: s

d

2,00 m

Produkt: w* s

d

0,2 kg/(m²h

0,5

)

Mit diesen Merkmalen ausgestattet,

kann das vom Putz aufgenommene

Wasser durch Diffusionsvorgänge

auch wieder entweichen. Eignungs-

untersuchungen der Xella Technolo­

gie- und Forschungsgesellschaft mbH

ermittelten zudem weitere An­

forderungsmerkmale, auf deren

Basis wir regelmäßig Außenputze

testen und als geeignete, hochwär-

medämmende Ytong Porenbeton­

fassaden einstufen – auch verbunden

mit den Herstellerangaben. Die aus

unseren Untersuchungen resultie-

renden Empfehlungen gelten jedoch

lediglich als Orientierungshilfe auf

der Suche nach einem geeigneten

Putzsystem. Die Putzhersteller bieten

ebenfalls alternative Systeme an.

Praxistipp:

Eine Zusammenstel-

lung geprüfter Außenputzsysteme

unterschiedlicher Hersteller ist

erhältlich unter:

www.ytong-silka.de/planungshilfen

Folgt man dem Grundsatz, weiche

Beschichtungen auf harte Unter-

gründe aufzubringen, gelten für

Ytong Porenbetonsteine der Festig-

keitsklasse 1,6 mit einer Wärmeleit-

fähigkeit von

λ

= 0,07 W/(mK) beson-

dere Maßnahmen: In diesem Fall

empfehlen wir ein zweilagiges Au-

ßenputzsystem mit einer 5 bis  8 mm

dicken Armierungsputzschicht aus

Ytong Armierungsmörtel als Grund-

putz. Dazu ist zunächst mit der

Zahntraufel eine ca. 5 bis 8 mm dicke

Schicht aus Ytong Armierungsmör-

tel

[2]

auf die Außenwand zu ziehen

und das senkrecht oder waagerecht

verlegte Armierungsgewebe mit der

Traufel in das noch nasse Mörtelbett

einzudrücken

[3]

, sodass es im

äußeren Schichtdrittel liegt. Um die

Armierungsputzschicht fertigzustel-

len, folgt eine weitere dünne Armie-

rungsmörtellage

[4]

, die das Gewebe

schließlich vollflächig abdeckt. Die

endgültige Oberflächenbeschich-

tung lässt sich im Anschluss mit

einer Oberputzschicht

[5]

nach Her-

stellerangaben vervollständigen.

Wird bei der Endbeschichtung aber-

mals Ytong Armierungsmörtel ver-

wendet, kann dieser als Dünnlagen-

Zweite Lage Ytong Armierungsmörtel

„nass in nass“

Ytong Armierungsmörtel

Einlegen des Gewebes

Oberputz

4

2

5

3