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Wandbaustoffe

3

Folgearbeiten bei Ytong und Silka Wandbaustoffen

Oberflächenbehandlung außenseitig

3.6

3.6.3

putz in 3 bis 5 mm Stärke erfolgen.

Auch weitere passende Oberputze

verschiedener Hersteller sind an

dieser Stelle geeignet. Eine zusam-

menfassende Liste ist im Download-

bereich unter

www.ytong-silka.de/ planungshilfen

zu finden.

Ausführungsqualität von

Außenputzen auf Ytong

Um ein geeignetes Putzsystem zu

finden, beurteilt der Ausführende zu-

nächst die Qualität von Untergrund

und Mauerwerk. Auch hierbei sind

Fehlstellen auszufüllen und die Auf-

tragsdicke ist auf die (Un-)Ebenheit

des Mauerwerks abzustimmen. Da

Ytong Porenbeton besonders maß-

haltig ist, reicht eine nach Hersteller­

angaben geringere Schichtdicke des

Grund- und Oberputzes aus. Der

Untergrund gilt als ausreichend

trocken, wenn die Ausgleichsfeuchte

oberflächennah (bis 30 mm Tiefe)

erreicht ist.

Der Rohbaufeuchteschutz spielt

eine zentrale Rolle: So sind insbe-

sondere Brüstungen immer abzu­

decken

[6]

und anfallendes Regen-

wasser ist während der Bauphase

vom Objekt wegzuleiten. Mauerwerks-

fußpunkte lassen sich beispielsweise

schon während der Bauphase vor

anstehender Feuchte schützen, in-

dem die unterste Steinlage mit einer

flexiblen Dichtschlämme versehen

wird

[7]

. Grundsätzlich ist die gesamte

Konstruktion mit ausreichenden

Feuchte- und Regenschutzmaßnah-

men zu planen – insbesondere kon-

struktive Detaillösungen verlangen

eine gewisse Witterungsbeständig-

keit. So vermeiden Fensterbänke

mit mindestens 50 mm Überstand

unnötige Schmutzfahnen und auf

den Putz abgestimmte Fugendicht-

materialien an Fenstern und Fenster­

bänken reduzieren Auswaschungen.

Ausreichende Dachüberstände

schützen die Fassade wiederum vor

starkem Regen. In rissgefährdeten

Schutz vor Regen während der Rohbauphase

6

0 °C

Dichtschlämme am Fußpunkt aufbringen

7

Zonen sind Rissbrücken mit einem

Putzarmierungsgewebe im äußeren

Drittel der ersten Putzschicht ein-

zubetten. Rissbrücken sind unter

anderem an Übergängen zu anderen

Putzgründen wie der Ausgleichs-

mörtelschicht oder Beton und Leicht-

bauplatten sowie an Fensterbrüs­

tungen, Stürzen, Rollladenkästen

und Gebäudeecken

[8]

anzuordnen.

An Öffnungsecken vieler Außenputze

haben sich Diagonalstreifen („Ge­

webepfeile“)

[9]

zur Rissvermeidung

bewährt. Dabei ist grundsätzlich

Eckschutzschiene

8

Prinzipdarstellung

Prinzipdarstellung