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263

Wandbaustoffe

3

Folgearbeiten bei Ytong und Silka Wandbaustoffen

Oberflächenbehandlung außenseitig

3.6

3.6.3

Außensockelputze auf Ytong Poren­

betonmauerwerk sollten aus Mörtel

mit hydraulischen Bindemitteln be-

stehen, der Kategorie CS III nach

DIN EN 998-1 entsprechen und

darüber hinaus die Anforderungen

an wasserabweisende Putzsysteme

erfüllen.

Der Putzgrund ist zuvor abzukehren

und für bessere Haftung je nach

Herstellerangaben mit einer geeig-

neten Grundierung zu versehen.

Der Anschluss des Sockelputzes

an eine vertikale bituminöse Ab-

dichtung

[10]

(Bitumendickbe-

schichtung oder Bitumenbahn)

erfolgt am besten über spezielle

Haftbänder, bei Bitumendickbe-

schichtungen auch durch einge-

streuten Splitt. Der Sockelputz

kann ein- oder zweilagig erfolgen,

sofern die Herstellerangaben be-

rücksichtigt werden.

Für den Sockelputz ist eine auf den

gesamten Außenputz abgestimmte

Lösung desselben Herstellers zu

verwenden, denn seine Erfahrung

und seine vorgegebenen Detail­

lösungen führen schließlich zu

einem dauerhaft wirkenden Ergeb-

nis. Es ist zu beachten, dass Zier-

kiesschüttungen im Sockelbereich

keine auswaschbaren Bestandteile

beinhalten dürfen, da es sonst zu

Verunreinigungen bei Feuchtigkeit

kommen kann. Gehwegplatten oder

Außenpflaster im Sockelbereich ver-

langen es, Sockel und Material zu

trennen, um Schallübertragungen zu

vermeiden. Solche Lösungen führen

jedoch schnell zu Verschmutzungen,

daher sollte der Sockel aus einer

leicht zu reinigenden Variante be­

stehen. Auch Tausalze im Winter

können den Sockelputz schädigen

und sollten daher nicht mit ihm in

Berührung kommen.

10

Vertikale Abdichtungen von Ytong

und Silka im Bereich erdberührter

Bauteile

Erdberührtes Ytong oder Silka

Mauerwerk verlangt eine dauerhaft

funktionsfähige Abdichtung nach

DIN 18195 und DIN 18533, die

grundsätzlich folgender Anforde-

rung entsprechen sollte: Wirkung

und Bestand einer Bauwerksab-

dichtung hängen nicht nur von ihrer

fachgerechten Planung und Aus-

führung ab, sondern auch von der

abdichtungstechnisch zweckmä-

ßigen Planung, Dimensionierung

und Ausführung des Bauwerks und

seiner Teile, auf die die Abdichtung

aufgebracht wird.

Bereits bei der Planung ist zu klären,

wie eine Abdichtung erdberührter

Bauteile erfolgt. Um eine geeignete

Maßnahme zu finden, sind zunächst

die Bodenart und der Bemessungs-

wasserstand geotechnisch zu er­

fassen.

Grundsätzlich eignen sich Ytong

Porenbeton und Silka Kalksandstein

für alle baulichen Situationen.

Erfahrungsgemäß sollten jedoch erd-

berührte Wände unterhalb des Be-

messungswasserstands aus wasser­

undurchlässigem Beton bestehen.

Egal, ob eine Abdichtung aus kunst-

stoffmodifizierten Bitumendickbe-

schichtungen (KMB) oder bahnenför-

migen Wandabdichtungen verwendet

wird: Das Mauerwerk muss darauf

vorbereitet werden. Bereits ein sorg­

fältig ausgeführtes Kellermauer-

werk hält die Vorarbeiten für eine

dauerhaft sichere Abdichtung gering.

Stahlbetonbodenplatte auf Dämmung

001 Ytong

Mauerwerk

005 Außenputz

006 Wärme­

dämmung

039 Trittschall­

dämmung

040 Schwimmender

Estrich

068 Sockelputz

073 Bodenplatte,

Stahlbeton

086 Hinterfüll-

schutz

111 Trenn- oder

Schutzlage

119 Putzab-

schlussprofil

120 Perimeter­

dämmung

137 Abdichtung

nach DIN 18195

und DIN 18533

Prinzipdarstellung