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Wandbaustoffe

3

Folgearbeiten bei Ytong und Silka Wandbaustoffen

Oberflächenbehandlung außenseitig

3.6

3.6.3

Mauerziegelsichtmauerwerk: 12 m

Betonsteinsichtmauerwerk: 6 m

Natursteinmauerwerk: 12 m

Zusätzliche Dehnungsfugen sind an

den Gebäudekanten anzuordnen, bei

großen Fenster- und Türöffnungen

außerdem in den verlängerten,

senkrechten Laibungen. Im Bereich

der Dehnungsfugen sind drei zu-

sätzliche Mauerwerksanker pro

Meter Randlänge notwendig.

Temperatureinflüsse wirken am

stärksten auf die Fassadenflächen

der West- und Südwand, daher

muss sich die Westwand unbedingt

beidseitig verformen können. Die

Nordwand hingegen besitzt die ge-

ringste thermische Verformungs­

eigenschaft und kann deshalb

zwischen West- und Ostwand ein­

gebunden werden. Die Abbildung

[15]

zeigt, wie Dehnungsfugen im Eck­

bereich eines Gebäudes angeordnet

werden sollten. Dehnungsfugen sind

nach DIN 18540 auszuführen. Dabei

müssen die Fugenflanken frei von

Mörtelresten sein und parallel

zueinander verlaufen. Auch hier ist

ein Fugenglattstrich sinnvoll, der

möglichst bündig zu den verwende-

ten Verblendsteinen erfolgen sollte.

In die Dehnungsfuge wird daraufhin

ein reversibel komprimierbares

Schaumstoffrundprofil

[16]

einge-

baut, anschließend wird die Fuge

von einem elastoplastischen

Fugendichtstoff außenseitig dauer-

haft verschlossen. Offene Vertikal­

fugen entsprechen nicht den Vor­

gaben der DIN EN 1996, da sie unter

Umständen Feuchtigkeit in die

Dämmstoffebene eindringen lassen.

Die vorgehängte, hinterlüftete

Fassade

Außenwände mit hinterlüfteter

Verkleidung sind wärme- und feuch-

teschutztechnisch die perfekte

Lösung. So lassen sich Fassaden­

elemente aus Holz, Blech, Kunst-

stoff, Naturstein oder ähnlichen

Materialien zumeist problemlos be-

festigen. Eine Hinterlüftung ist mit

einer Konterlattung als Unterkon-

struktion realisierbar, wobei die

Lattung bzw. Konterlattung nur mit

zugelassenen und geeigneten Ver-

bindungsmitteln auf Ytong und Silka

Wandkonstruktionen befestigt wer-

16

Schaumstoffrundprofil

den darf. Zahlreiche Konstruktions-

lösungen helfen bei der Umsetzung.

Dazu lassen sie sich statisch be-

messen und den Einbaubereichen

entsprechend sicher auf die Fassade

aufbringen. Im Bereich der Unter-

konstruktion werden meist noch

zusätzliche Dämmstoffschichten

eingebaut, um der aktuellen Ener-

gieeinsparverordnung zu entspre-

chen. Dabei ist die Dämmung so zu

befestigen, dass sie sich nicht von

der Wandkonstruktion löst oder ver-

rutscht. Ihre wasserabweisende und

winddichte Schutzschicht auf der

Oberseite muss beim Einbau zur Fas-

sadenaußenseite zeigen, sonst kann

sie vomWind unterspült werden, wo-

durch die Dämmwirkung nachlässt.

Dehnungsfuge

Dehnungsfuge

Dehnungsfuge

Dehnungsfuge

Ostwand

Westwand

Nordwand

Südwand

15

Prinzipdarstellung