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Bautechnologie

Bautechnologie

5.0

Bautechnologie

Hochwertige und nachhaltige Architektur bedarf einer ganzheitlichen bautechnologischen Betrachtung. Dabei bilden Fragen der

Gebäudestatik die funktionale Grundlage für die Standsicherheit und damit auch für die Langlebigkeit eines Gebäudes. Details er-

folgen dann im Rahmen der Gestaltung nach bauphysikalischen Anforderungen und aus Sicht des Wärme-, Schall-, Brand- und

Feuchteschutzes durch Fachingenieure. Ein Gebäude kann schließlich erst entstehen, wenn die technologischen Rahmenbedin-

gungen den normativen und gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Derzeit befindet sich das bewährte Normenwerk in Deutschland im Umbruch. Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse, gestiegene

Anforderungen und die europäische Harmonisierung fordern sowohl neue als auch angepasste Normen. Zusammenhänge werden

komplexer und auf nahezu jedem bautechnologischen Gebiet sind die Kompetenzen von Fachingenieuren mehr denn je gefragt.

Außerdem nimmt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architekten und Fachingenieuren bereits in der frühen Planungs-

phase zu.

Das Thema Bautechnologie berücksichtigt sowohl bestehende als auch normative Angaben der nahen Zukunft. Die sich wandelnde

Normenwelt macht es leider unmöglich, den Anspruch an Aktualität in dem vorliegenden Baubuch uneingeschränkt zu erfüllen.

Von daher sind die hier gemachten Aussagen stets mit den aktuell eingeführten Grundlagen objektweise zu vergleichen.

Baustoffe werden aber nicht nur durch Normen definiert, bautechnologische Anforderungen und ausführungstechnische Vorgaben

werden gleichsam durch die allgemeinen nationalen und europäischen Zulassungen geregelt – ein mächtiger Kanon von Bestim-

mungen, der auch für Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein gilt, und zwar sowohl für die Hauptprodukte, Steine und Elemente

als auch für passende Ergänzungsprodukte wie Stürze oder thermisch optimierte Kimmsteine. Somit gelten hier ebenfalls die lau-

fenden Änderungen, die sich aus den allgemeinen normativen Regelungen ableiten.

Am 1.7.2013 ist die europäische Bauproduktenverordnung in Kraft getreten. Sie definiert die technischen Leistungsmerkmale für

den Anwender auf nationaler Ebene für serienmäßig hergestellte Bauprodukte. Im Rahmen der Planung und Ausführung sind be-

sonders die transparenten Angaben aus den Leistungserklärungen (DoP = Declaration of Performance) zu beachten, die die richtigen

Annahmen für die statische Berechnung, den Wärmeschutz und den Schallschutz erlauben. Für die Baustoffe Ytong Porenbeton

und Silka Kalksandstein sind die Leistungserklärungen im Internet unter

www.rad-dop.com

hinterlegt. Unter

dop-de@xella.com

können diese Unterlagen auch gerne – nach Angabe der auf dem Lieferschein ersichtlichen DoP-Nummer – bestellt werden.

Im Hinblick auf die Bautechnologie gehen wir auf die folgenden Teilbereiche intensiver ein:

n

Statik – Standsicherheit von Wand-, Decken- und Dachsystemen

n

Wärmeschutz – homogene Baustoffe und Anwendung der EnEV

n

Feuchteschutz – Grundlagen des Feuchtschutzes im Bereich des Mauerwerkbaus

n

Brandschutz – Sicherheit durch nicht brennbare Baustoffe

n

Schallschutz – Planungssicherheit mit System

n

Strahlenschutz – Baustoffeigenschaften im Bereich hochfrequenter Strahlungsabschirmung

n

Nachhaltigkeit – ressourceneffizienter Umgang mit ökologischen und wohngesunden Baustoffen –

von der Rohstoffgewinnung bis hin zum Recycling

Diese Vielfalt erlaubt jedoch nur eine beispielhafte Betrachtung jedes einzelnen Fachbereichs. Weitergehende Informationen sind

den Fachliteraturhinweisen zu den einzelnen Themenbereichen zu entnehmen.

Hinweis:

Die Aussagen in den Kapiteln beziehen sich auf den Stand der Technik zum Zeitpunkt der Drucklegung. Aktuelle

Änderungen im Normenwerk sowie aus Zulassungen heraus sind in der Planung ebenso zu berücksichtigen wie die geltenden

Bestimmungen für technische Nachweise in jedem Einzelfall.