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336

Bautechnologie

Statik

Bemessung von Ytong und Silka Wandbaustoffen nach EC 6

5.1

5.1.1

Tabelle 3: Teilsicherheitsbeiwerte auf der Einwirkungsseite nach DIN EN 1996

Einwirkung

Ungünstige

Wirkung

Günstige

Wirkung

Außergewöhnliche

Bemessungs-

situation

Ständige Einwirkung (

G

), z. B. Eigengewicht, Ausbaulast, Erddruck

γ

G

= 1,35

γ

G

= 1,0

γ

GA

= 1,0

Veränderliche Einwirkung (

Q

), z.B. Wind-, Schnee-, Nutzlasten

γ

Q

= 1,5

γ

Q

= 0

(

γ

Q

= 1,0)

Tabelle 4: Teilsicherheitsbeiwerte auf der Materialseite nach DIN EN 1996

γ

M

Normale Einwirkung

Außergewöhnliche Einwirkung

Mauerwerk

1,5

1,3

Verbund-, Zug- und Druckwiderstand

von Wandankern und Bändern

2,5

2,5

Nachweisverfahren nach DIN EN 1996 mit nationalem Anhang

Der Nachweis von Mauerwerksbauten kann auch zukünftig sowohl über das genauere als auch über das vereinfachte Verfahren

erfolgen, wobei erfahrungsgemäß das vereinfachte Verfahren bei dem Großteil der Nachweise angewendet wird. Im vereinfachten

Verfahren werden Einflüsse z.B. aus „Knicken“ oder „Wand-Decken-Knoten“ durch Abminderungsfaktoren berücksichtigt. Da es

sich dabei nur um grobe Näherungen handelt, darf das vereinfachte Verfahren nur unter Einhaltung einiger Voraussetzungen (Ta-

belle 5) angewendet werden. Falls diese nicht eingehalten sind, ist das genauere Verfahren anzuwenden.

Beim genaueren Verfahren werden die statischen Verhältnisse wirklichkeitsnäher erfasst. Gegenüber dem vereinfachten Verfahren ist

eine größere Ausnutzung der Tragfähigkeit von unbewehrtem Mauerwerk möglich. So lassen sich größere Wandhöhen und schlankere

Konstruktionen nachweisen. Es ist möglich, die Verfahren zu mischen und nur einzelne Bauteile mit dem genaueren Verfahren nachzu-

weisen.

Wesentliches bleibt gleich!

n

Vereinfachtes Verfahren

n

Verzicht auf Aussteifungsberechnung für ausreichend ausgesteifte Bauten

n

Nachweis von Kellermauerwerk im genaueren und vereinfachten Verfahren

n

Ausfachungstabellen

n

Drahtankertabellen

n

Schlitztabellen

Sicherheitskonzept

Durch die Gegenüberstellung einwirkender und widerstehender Schnittgrößen wird die Standsicherheit im Grenzzustand der

Tragfähigkeit nachgewiesen:

·

E

d

 / R

d

Bemessungswert der Einwirkung/des Tragwiderstands

γ

F

 / γ

M

Teilsicherheitsbeiwert auf der Einwirkungsseite/Widerstandsseite (Tabelle 3 und 4)

E

k

 / R

k

Charakteristischer Wert der Einwirkung/des Widerstands