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373

Bautechnologie

5

5.1

5.1.6

Statik

Bemessung von Ytong Systemwandelementen

Tabelle 2: Materialkenndaten für

unbewehrte

Ytong Bauteile

Druckfestigkeitsklasse Rohdichteklasse

Mittlere Trocken­

rohdichte

r

[kg/dm³]

Rechenwerte der

Eigenlasten

[kN/m³]

Elastizitätsmodul E

cm

[Mpa]

PP 2

0,35

>

0,30 bis 0,35

4,5

1.000

PP 2

0,40

>

0,35 bis 0,40

5,0

1.250

PP 2

0,45

>

0,40 bis 0,45

5,5

1.500

PP 2

0,50

>

0,45 bis 0,50

6,0

1.750

PP 2 oder PP 4

0,55

>

0,50 bis 0,55

6,5

2.000

PP 4

0,60

>

0,55 bis 0,60

7,0

2.250

PP 4 oder PP 6

0,65

>

0,60 bis 0,65

7,5

2.500

PP 4 oder PP 6

0,70

>

0,65 bis 0,70

8,0

2.750

Tabelle 3: Baustoffkenngrößen zu Verformungseigenschaften

Rohdichteklasse

Endkriechzahl

ϕ

Schwindmaß

e

s,0

[mm/m]

Wärmedehnzahl

a

T

[10

-6

K

-1

]

Querdehnzahl

n

0,35

1,0

0,25

8

0,2

0,40

0,45

0,50

0,55

0,60

0,65

0,70

Mittels dieser Kenndaten und den Angaben aus DIN 4223-3 ist auch eine Bemessung von Bauteilen mit statisch nicht anrechen-

barer Bewehrung möglich.

Statischer Nachweis bei Ytong Systemwandelementen

n

Die Ytong Systemwandelemente sind nach DIN 4223-3 nachzuweisen.

n

Die Bauteile dürfen liegend oder stehend angeordnet werden. Die Längsseiten werden eben ausgebildet und vollflächig mit

Dünnbettmörtel miteinander verbunden.

n

Die Wände sind für den Grenzzustand der Tragfähigkeit zu bemessen.

n

Auf einen Nachweis der Gebrauchstauglichkeit darf verzichtet werden.

n

Ähnlich dem vereinfachten Mauerwerksnachweis sind Bedingungen nach DIN 4223, 5.2 bis 5.6 einzuhalten.

n

So ist beispielsweise auch für den Nachweis der Ytong Systemwandelemente die Gebäudehöhe auf 20,00 m über Gelände

begrenzt.

n

Bei Wänden aus stehend angeordneten Wandbauteilen darf nur eine zweiseitige Halterung am Wandfuß und am Wandkopf

angesetzt werden. Die Schlankheit der Wände h

ef/t

darf nicht größer als 25 sein.

n

Zudem sind die Wände am Wandfuß und am Wandkopf durch Decken- oder Dachscheiben bzw. biegesteifen Ringbalken

auszusteifen.

n

Die räumliche Steifigkeit ist gemäß der DIN 4223-4 nachzuweisen.

Dabei ist weiterhin zu beachten, dass die Ytong Systemwandelemente in Erdbebengebieten (DIN 4149:2005) der Zone 2 und 3 nur

mit maximal zwei Vollgeschossen angewendet können. Der vereinfachte Nachweis nach DIN 4149 ist dann nicht möglich, es ist

stets ein rechnerischer Nachweis zu führen.