Table of Contents Table of Contents
Previous Page  390 / 468 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 390 / 468 Next Page
Page Background

390

Bautechnologie

Wärmeschutz

Raumklima im Winter und im Sommer

5.2

5.2.5

Tabelle 1: Raumklimatische Kenndaten

Rohdichte

[kg/m³]

λ

[W/(mK)]

Spezifische

Wärmekapazität c

[J/(kgK)]

Wärmespeicherfähigkeit

C

(Schichtdicke 200 mm)

[J/(m²K)]

Wärme­

eindringzahl b

[J/(m²Ks

0.5

)]

Ytong Porenbeton

250

300

350

400

500

600

700

0,07

0,08

0,09

0,10

0,12

0,16

0,18

1.000

50.000

60.000

70.000

80.000

100.000

120.000

140.000

132

155

177

200

245

310

355

Silka Kalksandstein

1.000

1.200

1.400

1.600

1.800

2.000

2.200

2.400

2.600

0,50

0,56

0,70

0,79

0,99

1,10

1,30

1,60

1,90

1.000

200.000

240.000

280.000

320.000

360.000

400.000

440.000

480.000

520.000

707

820

990

1.124

1.335

1.483

1.691

1.960

2.223

Das Wärmespeichervermögen und die

Wärmeeindringzahl sind damit Indika-

toren für die thermische Trägheit von

Baustoffen und Raumumschließungs-

flächen. Dies spielt nicht nur bei der

Auskühl- und Aufheizzeit eine Rolle

(beispielsweise bei unterbrochener oder

intermittierender Heizung im Winter),

sondern vor allem auch beim sommer-

lichen Wärmeschutz.

Sommerliches Raumklima

Das sommerliche Raumklima wird u. a.

durch die eintreffende Wärme, die Spei-

cherfähigkeit der raumumschließenden

Bauteile sowie die Nachtlüftung beein-

flusst. Die eintreffende Wärme hängt

dabei von der Größe und Orientierung

der Fensterflächen, einer möglichen

Abb. 2: Temperaturverläufe an der inneren und äußeren Oberfläche

einer Porenbetonwand

Oberflächentemperatur [°C]

Uhrzeit [h]

8

12

16

20

24

4

8

0

20

40

60

80

Phasenverschiebung

η

Δθ

se

Δθ

si

TAV =

Δθ

si

Δθ

se

[-]

Verschattung sowie der thermischen Durchlässigkeit opaker Außenbauteile ab. Von außen eindringende Wärme (aufgrund von

Sonneneinstrahlung oder erhöhter Außenlufttemperatur) kann das Raumklima unangenehm beeinflussen. Besonders durch

Fenster zugeführte Sonnenenergie ist mit Sonnenschutzeinrichtungen jedoch gut zu begrenzen.

Im Sommer sind Außenbauteile besonders hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt – in Extremfällen kann die Oberflächen­

temperatur bis zu 70 °C betragen. Für ein angenehmes Raumklima ist es daher notwendig, große Schwankungen auf ein geringeres

Temperaturniveau im Gebäudeinneren zu reduzieren.

Dieser Notwendigkeit trägt u.a. die EnEV Rechnung, indem sie – abhängig von der Gebäudebauart – einen Nachweis des sommer-

lichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2 fordert. Kombinationen aus Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein gelten dabei als