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401

Bautechnologie

5

Klimabedingter Feuchteschutz

Grundlagen des Feuchteschutzes

5.3

5.3.1

1)

Laut DIN 4108-4: Es ist jeweils der für die Baukonstruktion ungünstigere Wert anzusetzen.

*

λ

equ

für die Dicke 500 mm und 425 mm

Tabelle 1: Feuchtetechnische Materialkennwerte

Produkt

Artikel

Rohdichte

ρ

[kg/m³]

Wärmeleitfähigkeit

λ

[W/(mK)]

Richtwert der Wasser-

dampfdiffusions-

widerstandszahl

μ

1)

Ytong

Planblock

250 bis 650

0,07 bis 0,18

5 bis 10

Planbauplatte

500

0,12

Jumbo

350 bis 650

0,09 bis 0,18

Systemwandelement

350 bis 600

0,09 bis 0,16

Trennwandelement

600

0,16

Flachsturz

600

0,16

Sturz, tragend

600

0,16

Sturz, nicht tragend

550

0,14

U-Schale

550

0,14

U-Schale, bewehrt

600

0,16

Dach-/Deckenelement

550

0,14

Energy +

350

0,067 / 0,071*

5 bis 20

Silka

Klein- und Mittelformate,

Planelemente

1.200 bis 1.400

0,56 bis 0,70

5 bis 10

1.400 bis 2.000

0,70 bis 1,10

15 bis 25

2.400 bis 2.600

1,30 bis 1,90

15 bis 25

Silka Therm Kimmstein

1.000

0,27

5 bis 10

1.200

0,33

Feuchtetransport

Beim Feuchtetransport wird in zwei Mechanismen unterschieden: den Wasserdampftransport, der in der Luft bzw. dem luftgefüll-

ten Porenraum stattfindet, und den Kapillar- bzw. Flüssigtransport, der innerhalb der Porenstruktur eines Baustoffs und abhängig

vom Feuchtegehalt abläuft. Die Dampfdiffusion hängt vom Dampfdruck und damit von der Differenz der relativen Luftfeuchtigkeit

und von der Temperatur ab. Die Dampfdurchlässigkeit von Baustoffen wird demnach durch die Wasserdampfdiffusionswiderstands-

zahl (µ-Wert) beschrieben. Dieser gibt die Wasserdampfdurchlässigkeit des Baustoffs verglichen mit einer ruhenden Luftschicht

an. Er ist dimensions- und damit einheitslos [–]. Der µ-Wert hingegen ist ein Materialparameter, der messtechnisch für die ver-

schiedenen Produkte bestimmt wird. Für dünne Bau- oder Beschichtungsstoffe wird der Wasserdampfdiffusionswiderstand jedoch

nicht als µ-, sondern als s

d

-Wert angegeben. Dieser beschreibt die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke und wird in

[m] angegeben.

s

d

=

μ

· d [m]

Die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke ist das Produkt aus µ-Wert und Schichtdicke d des Baustoffs und gibt an,

wie dick eine ruhende Luftschicht sein müsste, um über den gleichen Diffusionswiderstand wie die betrachtete Baustoffschicht

zu verfügen.