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402

Bautechnologie

Klimabedingter Feuchteschutz

Schlagregenschutz

5.3

5.3.2

Wirkt Schlagregen auf die Außenbauteile und durchfeuchtet sie, können Baustoffeigenschaften – insbesondere die Wärmedäm-

mung – gemindert und sogar Bauschäden hervorgerufen werden. Ein ausreichender Schlagregenschutz ist daher ein unbedingtes

Muss. Die Schlagregenbeanspruchung ist je nach geografischer Lage und Exposition des Gebäudes unterschiedlich und auch die

Hauptwindrichtung ist ausschlaggebend für die Belastung der Fassade. Die DIN 4108-3:2014-11 unterscheidet deswegen drei Be-

anspruchungsgruppen aufgrund der mittleren Jahresniederschlagsmenge sowie Windexposition:

n

Beanspruchungsgruppe I – für geringe Schlagregenbeanspruchung

n

Beanspruchungsgruppe II – für mittlere Schlagregenbeanspruchung

n

Beanspruchungsgruppe III – für starke Schlagregenbeanspruchung

Konstruktionen lassen sich entweder durch konstruktive Maßnahmen (Außenwandbekleidungen, Vormauerschalen etc.) oder

mittels geeigneter Putze oder Schutzschichten vor unzulässig hoher Schlagregenbelastung schützen. Beispiele für geeignete

Wandaufbauten je nach Schlagregenbelastung gibt die DIN 4108-3 an. Außenputze auf Ytong Porenbetonmauerwerk sowie

Wärmedämm-Verbundsystemen werden stets als wasserabweisende Putzsysteme ausgeführt, um auch bei unklarer Zuordnung

einen sicheren Schlagregenschutz zu gewährleisten. Silka Kalksandstein ist von Natur aus feuchteunempfindlich. Die ausgewähl-

ten Rohstoffe sowie die Frostsicherheit von Silka Fasensteinen und Silka Verblendern sorgen dafür, dass – bei ordnungsgemäßer

Fugenausbildung – hervorragende Vor- bzw. Verblendmauerwerke entstehen.

5.3.2 Schlagregenschutz

Tabelle 1: Beispiele für die Zuordnung von Wandbauarten DIN 4108-3:2014, Tabelle 5

Beanspruchungsgruppe I

Beanspruchungsgruppe II

Beanspruchungsgruppe III

geringe

Schlagregenbeanspruchung

mittlere

Schlagregenbeanspruchung

starke

Schlagregenbeanspruchung

1

Außenputz ohne besondere Anfor­

derungen an den Schlagregenschutz

auf

Wasserabweisender Außenputz auf

– Außenwänden aus Mauerwerk, Wandbauplatten, Beton u.ä.

– sowie verputzten außenseitigen Wärmebrückendämmungen

2

Einschaliges Sichtmauerwerk

mit einer Dicke von 31 cm

(mit Innenputz)

Einschaliges Sichtmauerwerk

mit einer Dicke von 37,5 cm

(mit Innenputz)

Zweischaliges Verblendmauerwerk

mit Luftschicht und Wärmedämmung

oder mit Kerndämmung

(mit Innenputz)

3 Wände mit hinterlüfteten Außenwandbekleidungen

a)

4

Wände mit Außendämmung durch ein Wärmedämmputzsystem oder durch ein bauaufsichtlich zugelassenenes

Wärmedämmverbundsystem

Tabelle 2: Empfehlungen für Wandaufbauten

Kriterien für den

Regenschutz

Wasseraufnahmekoeffizient

W

w

kg/(m

2

×

h

0,5

)

Wasserdampfdiffusionsäquivalente

Luftschichtdicke

s

d

m

Produkt

W

w

×

s

d

kg/(m

×

h

0,5

)

wasserabweisend

W

w

0,5

2,0

2,0

a)

Offene Fugen zwischen den Bekleidungsplatten beeinträchtigen den Regenschutz nicht.