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413

Bautechnologie

5

Brandschutz

Klassifizierung von Ytong und Silka nach DIN EN 1996-1-2/NA

5.4

5.4.2

Abb. 4: Kenndaten und Varianten der Fugenausbildung (I bis V) bei Ytong Dach- und Deckenelementen für Tabelle 10

d = Mindestdicke (entspricht Höhe h beim Ytong Dach- und Deckenelement)

u = Mindestachsabstand der Bewehrung

III

IV

V

d

u

I

II

Tabelle 10: Mindestdicke d und Mindestachsabstand u der Bewehrung von

Porenbetonplatten für Decken nach DIN 4102-4:1994-02

Material

Konstruktionsmerkmale

Feuerwiderstandsklasse – Benennung

F30-A F60-A F90-A F120-A F180-A

Ytong

Porenbeton

Mindestdicke d in mm

unbekleideter Ytong Dach- und

Deckenelemente

, unabhängig von der Anordnung eines

Estrichs, bei Fugenausbildung nach Variante I, II, III

75

75

75

100

125

Mindestdicke d in mm

unbekleideter Ytong Dach- und

Deckenelemente

, unabhängig von der Anordnung eines

Estrichs, bei Fugenausbildung nach Variante IV und V

75

75

100

125

150

Mindestachsabstand u in mm

unbekleideter Ytong Dach-

und Deckenelemente

10

20

30

40

55

Brandwände

Brandwände haben die Aufgabe, Brandabschnitte im Gebäudeinneren oder im Fassadenbereich zu trennen oder abzugrenzen.

Sie müssen mindestens die Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten erfüllen und im Brandfall gleichzeitig eine bestimmte Stoß-

belastung aufnehmen können (Kriterien (REI-M oder EI-M). Dabei muss der Raumabschluss immer gewahrt bleiben. Brandwän-

de sind als volle Wände ohne Öffnungen zu prüfen. Die bauaufsichtlichen Anforderungen an Brandwände entstammen der DIN

4102-4 (Tabelle 11), die Mindestwanddicken entstammen der DIN EN 1996-1-2/NA (Tabelle 12 und 13).

Tabelle 11: Bauaufsichtliche Anforderungen an Brandwände

Bauteile

Anforderungen

Brandwände

F90-A + Stoßbeanspruchung 3 · 4.000 Nm

Tragende und aussteifende Bauteile F90

Anzahl von Öffnungen

Unbegrenzt

Verschluss von Öffnungen

T 90 Feuerschutzabschlüsse – Türen, Tore, Förderbahnabschlüsse etc. (selbstschließend)

F 90 Brandschutzverglasungen

S 90 Kabelabschottungen

R 90 Rohrabschottungen

K 90 Brandschutzklappen (zukünftig werden die Verschlüsse als EI 90 gekennzeichnet)

Anordnung von Brandwänden

An der Nachbargrenze zwischen aneinandergereihten Gebäuden innerhalb ausgedehnter

Gebäude

In Abhängigkeit von der Gebäudehöhe und der Dacheindeckung:

3 Vollgeschosse bis unter die Dachhaut

>

3 Vollgeschosse mindestens 30 cm über Dach

Weiche Bedachung mindestens 50 cm über Dach

Bauteile dürfen in die Wand eingreifen, wenn der Restquerschnitt der Wände F90 dicht

und standsicher bleibt. Gegebenenfalls kann die Anforderung F90, z.B. bei Einbindung

einer Holzpfette in die Brandwand, auch erfüllt werden, wenn die Trennung mit geeigne-

ten nicht brennbaren Bauplatten (mit AbZ bzw. AbP) erfolgt.

Prinzipdarstellung