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434

Bautechnologie

Schallschutz

Schallschutz von Funktionswänden

5.5

5.5.3

n

R’

w,R,0

Rechenwert des bewerteten Schalldämm-Maßes der Massivwand ohne WDVS nach DIN 4109:1989, Beiblatt 1

n

Δ

R

w,R

= 0 dB Bei Trägerwänden mit einer flächenbezogenen Masse m’

Wand

300 kg/m², einer Dämmstoffdicke von 60 mm

und einem Putzsystem mit einer flächenbezogenen Masse m’

Putz

10 kg/m²

n

Δ

R

w,R

= -2 dB Bei allen anderen Konstruktionsvarianten

Ein WDVS beeinflusst nicht nur das Direkt-Schalldämm-Maß der Außenwand mit dieser Dämmschicht. Wenn dieses Außenbauteil

ein flankierendes Bauteil, beispielsweise von einer Wohnungstrennwand oder Wohnungstrenndecke ist, kann sich auch die Flanken-

dämmung verändern. Beim Einsatz eines Multipor Wärmedämm-Verbundsystems auf einer massiven flankierenden Außenwand

ändert sich die Flankendämmung über die Außenwand ähnlich wie beim Direkt-Schalldämm-Maß. Zugleich beeinflusst das System

die hohen Frequenzen infolge der Resonanz zwischen tragender Außenwand und der Wärmedämmung. Auf die Ermittlung des Ein-

zahlwertes des bewerteten Schalldämm-Maßes hat dies bei der Trennwand keine Auswirkungen.

Das Multipor Wärmedämm-Verbundsystem hingegen verbessert die Schalldämmung im tieffrequenten Bereich und zeigt erst

im hochfrequenten Bereich geringe Einbrüche – ein Verhalten, das in dem schalltechnischen Nachweis gemäß Zulassung rechne-

risch berücksichtigt wird. Um den Schallschutz rechnerisch nachzuweisen, muss man den Rechenwert des bewerteten (Direkt-)

Schalldämm-Maßes R’

w,R

der Wandkonstruktion (Massivwand mit Wärmedämm-Verbundsystem) mit der Gleichung

R’

w,R

= R’

w,R,0

+

R

w,R

[dB] ermitteln.