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Bautechnologie

Strahlenschutz

5.6

Bautechnologie

Elektrosmog! Ein mächtiges Schlagwort, das gleichsam für unser Zeitalter des drahtlosen Datenaustauschs und der mobilen Er-

reichbarkeit steht, aber auch für die Strahlung im Bereich von Hoch- und Niederspannungsleitungen, Sendemasten, Transforma-

toren u.v.m. In der Medizintechnik, in sensiblen Bereichen der Datenverarbeitung oder auch für abhörsichere Räume wird dieses

Thema bereits in der Planung berücksichtigt. Da ist es nur verständlich, dass sich immer mehr Menschen auch in den eigenen vier

Wänden gegen diese äußeren Strahlungen schützen wollen.

Von besonderer Bedeutung scheint hier

der Frequenzbereich zwischen 10 kHz

und 300 GHz zu sein, in dem sich u.a.

Rundfunk, Fernsehen, Radar und Mobil-

funk wiederfinden. Auch wenn die Risiken

für den Menschen wissenschaftlich noch

nicht bewiesen sind, zeichnet sich doch

ab, dass der menschliche Körper auf

diese Strahlung reagiert. In den Körper

eindringende hochfrequente Strahlung/

Energie wird in der Regel in Wärme

umgewandelt und sensible Geräte in

Krankenhäusern und Flugzeugen, Herz-

schrittmacher usw. können unerwünschte

Reaktionen hervorrufen. Werden Grenz-

werte überschritten, kann dies in

Abhängigkeit vom Gesundheitszustand

zu bleibenden Schäden führen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in der Richtlinie BSI TR-03209-2 praktische Messungen zum Ab-

schirmverhalten an verschiedenen Wandkonstruktionen durchgeführt und verglichen. Einen Auszug der Zusammenfassung und Be-

wertung zeigt Tabelle 1.

Als zwei der maßgeblichen Größen sind die Schirmdämpfung SE und der Schirmwirkungsgrad zu benennen. Die Schirmdämpfung

ist definiert als das logarithmische Verhältnis von einfallender Strahlungsleistung ohne Schirm zu einfallender Strahlungsleistung

mit Schirm. Die Einheit der Schirmdämpfung ist Dezibel (dB). Je größer der Wert der Schirmdämpfung, desto größer ist der Schutz

vor Strahlung (Tabelle 2).

Mit Silka protect lässt sich leicht und ohne nennenswerten Mehraufwand ein baulicher Strahlenschutz realisieren, der sowohl im Neu-

bau als auch im Bestand zum Tragen kommt. Dabei ist sicherzustellen, dass die Verarbeitung mit dem speziellen HF-Mörtel erfolgt,

der hochfrequente elektromagnetische Felder besser abzuschirmen vermag als herkömmlicher Mörtel. Wird kein Putz aufgetragen,

sind die Stoßfugen zu vermörteln, um die Schlitzbildung – und somit die deutliche Herabsetzung der Abschirmung – zu verhindern.

Außerhalb des Schirms

Innerhalb des Schirms

Wanddicke

Stark vereinfachte Darstellung der Schirmungsprinzipien

einfallende Welle

(Strahlung)

gedämpfte einfallende

Welle

(Strahlung)

transmittierte Welle

(Strahlung)

innerhalb der Wand

reflektierte Welle

(Strahlung)

Abb. 1: Vereinfachte Darstellung der Schirmungsprinzipien

Prinzipdarstellung