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Bautechnologie

nung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Entsorgung. Der Fachmann spricht an dieser Stelle von „cradle to grave“ (von der

Wiege bis zur Bahre) und damit vom ganzheitlichen Vorgehen, um den tatsächlichen Einfluss eines Gebrauchsguts erfassen zu

können. Ist ein Gut also sehr lange in Gebrauch, wirkt sich auch dies positiv auf seine Ökobilanz aus, weil erst spät nachproduziert

werden muss. Ist es zudem einer breiten Öffentlichkeit möglich, das Produkt zu erwerben und sinnvoll zu gebrauchen, ist auch die

soziale Komponente erfüllt.

Ytong und Silka weisen eine ausgezeichnete Ökobilanz auf. Neben dem schonenden Abbau biologischer Rohstoffe und der umwelt-

bewussten Herstellung zeichnen sich unsere Baustoffe aufgrund ihrer Massivität durch hohe Langlebigkeit aus – ein Ytong oder

Silka Haus wird schließlich für Generationen gebaut. Aber nicht nur die Baustoffe sind ökologisch und nachhaltig, sondern auch

ihre Funktion. Denn gut gedämmte Silka Kalksandsteinhäuser oder Bauten aus Ytong Porenbeton tragen schließlich dazu bei, das

Energieressourcen – und damit die Umwelt – generell geschont werden.

Umwelt-Produktdeklarationen

Die Umwelt-Produktdeklarationen (englisch: Environmental Product Declarations –

EPD) bilden die Grundlage einer Gebäudebewertung nach ökologischen Standards.

Für Bauherren, Eigentümer, Nutzer und Investoren sind sie von besonderer Be-

deutung, weil zertifizierte Gebäude und ihre Baustoffe einen wesentlichen Baustein

für ökologisches und somit nachhaltiges Handeln darstellen und gerade deswegen

im europäischen Fokus stehen. Aktuell findet daher auf europäischer Ebene ein

Normungsprojekt statt, das sich mit der „Nachhaltigkeit von Bauwerken“ aus-

einandersetzt. Kern dieses Projekts sind die Umwelt-Produktdeklarationen, die auf

den bestehenden ISO-Normen aufbauen und somit relevante Umwelteigenschaften

vergleichbar darstellen. So beschäftigen sich die EPD mit dem gesamten Herstel-

lungsprozess eines Baustoffs und fordern damit auch eine präzise Dokumentation

über die bei der Herstellung benötigten Ressourcen und die an unsere Umwelt

abgegebenen Emissionsmengen. Und auch Auswirkungen auf den Treibhauseffekt,

die Ozonschicht oder die Smogbildung sind Teil der Analyse, denn nur eine um­

fassende Betrachtung des Herstellungsprozesses lässt eine umfassende Bau­

stoffbewertung zu. Erst danach ist es möglich, die für jeden Baustoff erstellten

Ökobilanzen zusammenzufassen, um damit eine ökologische Bewertung des Ge-

samtgebäudes vorzunehmen. Hinzu kommt eine Lebenszyklusbetrachtung beste-

hend aus folgenden Phasen:

n

Produktionsphase

n

Erstellungs-/Bauphase

n

Nutzungsphase

n

Umnutzung/Umbau

n

Abriss und Entsorgung

Umweltzertifikat nach internationalem Standard

Aufgrund ihrer ökologischen Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse verfügen Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein über

Umweltdeklarationen auf Basis des internationalen Standards ISO 14025. Das heißt: Alle Produkte sind frei von Schadstoffen, setzen

keine gesundheitsschädlichen Emissionen frei und weisen von der Herstellung bis hin zur Entsorgung eine ausgezeichnete Öko­

bilanz auf. So tragen die Baustoffe das Logo des Instituts Bauen und Umwelt e.V., das nur an solchen Produkten zu finden ist, für

die eine Umwelt-Produktdeklaration vorliegt, die auf Basis einer Ökobilanz von Dritten erstellt oder geprüft wurde. Alle unsere

Zertifikate zu Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein stehen Ihnen unter

www.ytong-silka.de/zertifikate.php

zum Download zur

Verfügung.

Nachhaltigkeit

Ökologie

5.7

5.7.1