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453

Bautechnologie

5

Nachhaltigkeit

Wohngesundheit

5.7

5.7.2

Wirksamer Hitzeschutz

Auch an heißen Tagen erwarten Bewoh-

ner zu Recht, dass das gesamte Haus

ohne zusätzliche Kühlmaßnahmen be-

wohnbar ist. Bei Ytong und Silka handelt

es sich um Baustoffe, die aufgrund ihrer

enormen Speicherfähigkeit wie eine na-

türliche Klimaanlage funktionieren. Sie

entziehen der Raumluft überschüssige

Wärme, speichern diese und geben sie

während der kühleren Nachtstunden

wieder nach außen ab. Abbildung 1 zeigt,

dass selbst bei extremen Außentempe­

raturen angenehme Raumtemperaturen

erreicht werden: Bei einer 24 cm dicken

sonnenbestrahlten, schwarz gestriche­

nen Wand aus Porenbeton wurden im

Verlauf von 24 Stunden die Oberflächen-

temperaturen gemessen. Dabei hat die

Wand Temperaturschwankungen von

rund 70 °Celsius auf der Außenseite der-

art stark gemindert, dass auf der Innen-

seite lediglich eine Temperaturerhöhung

von 18 auf 20 °Celsius auftrat – bei einer

Zeitverschiebung von 7 Stunden.

Ausgeglichener Feuchtehaushalt

Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein regeln den Feuchtehaushalt innerhalb des Hauses auf natürliche Weise. Schon während

der Bauphase wird der Grundstein für ein späteres angenehmes Raumklima gelegt. So hat ein Ytong oder Silka Haus durch die Ver-

wendung von Dünnbettmörtel von vornherein weniger Baufeuchte und trocknet daher viel schneller aus. Aufgrund Millionen kleiner,

nicht miteinander verbundener Luftporen im Porenbeton kann Niederschlagswasser den Stein während der Bauphase nicht durch-

dringen. Der Stein bleibt weitgehend trocken.

Ist das Haus erst einmal bezogen, kommen die Bewohner in den Genuss der positiven Eigenschaften natürlicher Baustoffe: So wird

Feuchtigkeit von Ytong und Silka – dank ihrer Diffusionsoffenheit – immer nur kurzfristig aufgenommen und wieder abgegeben, so-

bald die relative Luftfeuchte abnimmt. Das Raumklima wird so auf natürliche Weise reguliert. Darüber hinaus besitzen Ytong und

Silka Baustoffe einen hohen pH-Wert, der die Möglichkeit von Schimmelbildung reduziert – vorausgesetzt, das Haus wird richtig be-

lüftet.

Wirksamer Schall- und Strahlenschutz

Dank seiner Porenstruktur verfügt Ytong über eine hohe „innere Dämpfung“. Schalltechnisch sauber geplant und ausgeführt, bietet

ein Ytong Haus wirksamen Schallschutz gegen Außenlärm. Tabelle 3 zeigt, dass die Anforderungen der DIN 4109 an den Lärmpe-

gelbereich III mit einer Ytong Außenwand erfüllt werden. So können Einfamilienhäuser aus Porenbeton auch an viel befahrenen

Straßen gebaut werden, ohne dass die Bewohner Geräuschbelästigungen ausgesetzt sind.

Wer es innerhalb des Hauses besonders leise mag, baut Innenwände aus Kalksandstein. Die hohe Rohdichte der Steine bietet ne-

ben der enormen Tragfähigkeit auch exzellenten Schallschutz. Für Letzteren ist und bleibt Masse die Grundlage. Durch das breite

Angebot an Steinen mit verschiedenen Rohdichten kann hier individuell das Schallschutzniveau von Wohngebäuden festgelegt wer-

den. Das Thema Schallschutz sollte bereits in der Bauplanung intensiv beleuchtet werden, denn guter Schallschutz ist kaum nach­

rüstbar. Wer im Vorfeld schlecht plant, kann dieses Manko im Nachhinein also nicht mehr optimal ausgleichen.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, Stuttgart

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Temp. (°C)

Lufttemperatur (

außen

)

im Juli

Lufttemperatur (

innen

)

im Juli

Ytong

Außenwand

0 Uhr

24 Uhr

0 Uhr

24 Uhr

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Temp. (°C)

max.

31,8 °C

(14 Uhr)

max.

24,4 °C

(2 Uhr)

min.

15,9 °C

(5 Uhr)

min.

20,3 °C

(16 Uhr)

Abb. 1: Entwicklung Außen- und Innentemperaturen