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454

Bautechnologie

Nachhaltigkeit

Wohngesundheit

5.7

5.7.2

Darüber hinaus bieten Ytong und Silka aufgrund ihrer Masse hervorragenden Schutz gegen elektromagnetische Strahlungen – ein

Plus für Häuser, die in der Nähe von Strom- oder Funkmasten errichtet werden. Auch die Baustoffe selbst enthalten nur geringe

radioaktive Bestandteile. Mineralische Grundstoffe wie Sand und Kalk weisen nur geringste Mengen an radioaktiven Bestandteilen

auf. Damit haben auch Silka und Ytong eine nur geringe natürliche Radioaktivität und sind aus radiologischer Sicht unbedenklich.

Das Bundesamt für Strahlenschutz belegte mit 2008 durchgeführten Messungen, dass Ytong und Silka zu den Baustoffen mit den

geringsten überhaupt gemessenen Aktivitäten zählen (Abbildung 2). Dabei wird die Konzentration an radioaktiven Substanzen in

1 kg Baustoff nach der Summenformel bewertet: Der berechnete Wert aus den mittleren spezifischen Aktivitäten der natürlichen

Radionukleide beträgt für Ytong 0,11 – ein Neuntel des zulässigen Grenzwertes von 1,0. Das Gleiche gilt für Silka. Neben der natür-

lichen radioaktiven Strahlung entsteht beim Zerfall radioaktiver Elemente das kurzlebige radioaktive Gas Radon, das dem Men-

schen in höheren Konzentrationen schaden kann. Die Radonbelastung in einem Ytong oder Silka Haus hingegen liegt bei unbelas­

tetem Untergrund und normaler Nutzung erwartungsgemäß weit unter dem von der Strahlenschutzkommission empfohlenen

Schwellenwert. Somit sind Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein aufgrund ihrer geringen radioaktiven Emissionen ein Garant

für Wohngesundheit – erst recht im Vergleich mit anderen Baustoffen, die über höhere Freisetzungsraten verfügen können.

Abb. 2: Radionukleidkonzentration Radon (

226

Ra)

80

70

60

50

40

30

20

10

0

[Bq/kg]

1) Silka Kalksandstein; 2) Ytong Porenbeton; 3) Naturstein Porphyr;

4) Beton; 5) Ziegel/Klinker; 6) Naturbims; 7) Hüttenschlacke

1)

2)

3)

4)

5)

6)

7)

Tabelle 3: Schallschutz vor Außenlärm (Lärmpegelbereich III) am Beispiel

eines Zimmers im EG, 5x4 m, mit Fenster und Rollladenkasten

Außenwand

Wandbaustoff

Ytong

Wärmetechnisch

optimierte Lochsteine

anderer Anbieter

1)

Wanddicke

cm

40

40

U-Wert 

Wand

W/(m²K)

0,19

0,19

Bewertetes

Bauschalldämm-Maß

dB

36

34,2

Anforderung an

Lärmpegelbereich III

>

35 dB

erfüllt

nicht erfüllt

1)

Wärmetechnisch optimierte Lochsteine können eine deutlich verringerte Schalldämmung auf-

weisen. Sollten für die Steine keine Prüfzeugnisse für das Schalldämm-Maß R

w

vorliegen, ist

ein Abschlag von -10 dB zu berücksichtigen (vgl. dazu Fraunhofer-Institut für Bauphysik, IBP-Bericht B-BA 3/2003).

Bereits eine Differenz von 3 dB kann eine Verdopplung bzw.

Halbierung der Lautstärke bedeuten.

61–65

Lärmpegelbereich III

90–100

85–95

Wer oder was erzeugt wie viel dB?

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz 2008