FAQ BIM

A. Allgemeines zu BIM

  • 1. Was ist BIM?

    BIM ist die Abkürzung für „Building Information Modeling“. Damit wird eine Methode zur Planung, zum Bau und zum Betrieb von Bauwerken aller Art beschrieben. Alle zum Bauwerk gehörenden Informationen werden in einem Modell erfasst und können den Beteiligten zur Verfügung gestellt und zeitgleich bearbeitet werden.

    Simpel ausgedrückt ist das BIM-Modell die digitale Bauakte eines Bauwerkes und gehört damit zu der Dokumentation, die ein Architekt – in Deutschland nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – dem Bauherren, nach Abschluss aller Arbeiten, zur Verfügung zu stellen hat. Ergebnis ist nicht alleine das geometrische 3D-Gebäudemodell, sondern ein Datenpool mit allen relevanten geometrischen (3D Modell, Mengenkalkulation) konstruktiven (z.B. Statik, Wärmeschutz, Brandschutz etc.) und funktionalen (Lebenszyklus) Anforderungen.

    Das „sichtbare“ Modell ist also nur ein kleiner Teil des Ganzen. Das Modell ist Träger aller Informationen über das Gebäude.

    Dimensionen von BIM:

    • 3D- Geometrisches 3D Modell als Basis incl. weiterer Fachplanungen (Fachmodelle, z.B. Statik und Energie)
    • 4D- Neben den geometrischen Faktoren und der Lage der Bauteile wird jedem Bauteil der Faktor Zeit zugeordnet.
    • 5D- Berücksichtigung der Einzelkosten der Teilleistungen, die  Mengenermittlung ist schon Teil des 3D-Modells und wird hier nur für die Gesamtkostenbetrachtung verwendet.
    • 6D- Details zu verwendeten Elementen – Abgleich von der Planung zur Realität
    • 7D- Einbeziehung von Daten zur Bewertung der Aufwendungen im Lebenszyklus von Gebäuden

     

     

  • 2. An wen richtet sich BIM?

    BIM richtet sich an alle Beteiligten rund um Bauprojekte. Neben dem Bauherren und dem Architekten sind dies alle Fachplaner, die bauausführenden Firmen und Gebäudedienstleister rund um das Facility-Management. Jeder der Zielgruppen kann sich die, für seine Aufgaben, notwendigen Informationen aus dem Modell kopieren, bearbeiten, zurückgeben oder in eigenen Systemen zukünftig verarbeiten.

  • 3. Wie arbeite ich mit BIM?

    BIM ist weitgehend softwarebasiert, doch es nicht die eine Software, die Bauen in Zukunft alleine möglich macht. Software ist ein Hilfsmittel, die Informationen verwertbar zu strukturieren, die Bauteile als Objekte sichtbar zu machen und letztendlich den Bau und Betrieb eines Bauwerkes zu unterstützen.

  • 4. Worin liegt der Vorteil, Gebäude mit BIM zu planen, bauen und zu betreiben?

    Wesentlicher Vorteil ist, dass alle Informationen zentral gesammelt werden und allen Beteiligten zeitgleich zu Verfügung gestellt werden können. Damit kann teilweise zeitgleich an verschiedenen Stellen des Modells gearbeitet werden. Veränderungen werden sofort mit all seinen Auswirkungen für alle am Planungsprozess Beteiligten sichtbar und können in den Planungsprozess einfließen.

    Model-Checker (s.o.) vermeiden zusätzlich Fehlplanungen. Damit können Planungsabläufe, Bauabläufe reibungslos und schneller ausgeführt werden. Falls es dennoch erforderlich ist, können selbst Änderungen und Fehler noch während der Bauphase in all ihren Auswirkungen beurteilt und berücksichtigt werden. Dies ist ein Teil der Einsparungen aus BIM. Bauunternehmen können genauer kalkulieren und somit wettbewerbsgerechte Preise anbieten.

  • 5. Wie hoch ist der Planungsaufwand mit BIM?

    BIM bedeutet einen geringfügig höheren Planungsaufwand. Mehrkosten in der Planung liegen derzeit etwa bei 5-20%, die aber durch Senkung der vielfach höheren Baukosten um bis zu 20% mehr als ausgeglichen werden. Die größte Kosteneinsparung durch BIM wird beim Betrieb von Gebäuden erreicht. Durch die Optimierung in der langjährigen Betriebsphase können Betreiber mindestens 5-10% der laufenden Kosten einsparen. Damit rechnet sich BIM auf jeden Fall für alle Projektbeteiligten. Die Zahlen basieren auf Erfahrungen in den USA, wo schon seit Jahren mit BIM Gebäude optimiert werden.

  • 6. Was kostet mich BIM?

    Bei den Kosten für eine Einführung von BIM in Betrieben muss zwischen den reinen Softwarekosten und den Schulungskosten unterschieden werden. Beispielsweise kostet eine 1-Jahreslizenz für Revit ca. 2.600 € inkl. MwSt., die 3-Jahres Lizenz ca. 7.000 € inkl. MwSt.

    Als Hardware – Computer und Monitor – eignen sich im Regelfall die gleichen Systeme wie bei klassischen CAD Anwendungen, hier sind also die Aufwendungen identisch.

    Hinzu kommen dann noch individuelle Aufwendungen für Schulungen und fachliche Begleitungen bei den ersten Projekten. In Summe ergibt sich dann ein Aufwand für eine 3D-Lösung von etwa 10.000 € und für die 4D/5D 7.500 €.

  • 7. Welche Softwareanbieter haben BIM Lösungen?

    Zunächst einmal sind es die drei großen Softwareanbieter – Trimble, Autodesk und Nemetschek – die verschiedene Programme für BIM anbieten. Am bekanntesten sind Revit (Autodesk), Archicad und Allplan (beide Nemtschek) und Sketchup (Trimble), die in Deutschland und Europa genutzt werden. Diese Programme sind Weiterentwicklungen von bekannten CAD-Programmen und addieren zu Bauteilen alle möglichen Informationen rund um den Bau- und Betriebsprozess. Neben den 4 genannten Programmpaketen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Programme, die in unterschiedlichen Ländern genutzt werden, um 3D BIM Modelle zu generieren und zu verwalten.

    Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Softwareprogrammen und Applikationen, die Spezialthemen aus dem Bereich der Statik, Bauphysik, Terminplanung, Ausschreibung und Vergabe sowie Kostenkontrolle (4D bzw. 5D Lösungen) abdecken. Hierbei werden aus dem 3D BIM Modell Daten ausgelesen, weiterverarbeitet und am Ende können dem Modell zusätzliche neue Informationen hinzugefügt werden.

  • 8. Welche Informationen sind im BIM Modell enthalten?

    Zunächst einmal ist zwischen dem Bauherren und dem BIM Koordinator – häufig ist dies der Architekt – festzuhalten, was mit BIM alles dargestellt werden soll. Architekten können darin ihre Verantwortung als Generalist wahrnehmen und somit wie früher die zentrale Rolle bei Planungs- und Bauprozess übernehmen. Übernimmt der Architekt nur Entwurfsleistungen, so muss im Bauprozess ein BIM-Koordinator bestimmt werden, der die Informationstiefe und das Zusammenspiel der einzelnen Fachmodelle koordiniert.


    Technologisch und theoretisch kann ein Bauwerk bis zum letzten Detail – beispielsweise Schrauben in Fußleisten - erfasst werden. Die Projektbeteiligten sollten sich aber auf eine Detailtiefe im Voraus einigen, die später auch im Betrieb des Bauwerkes mit den enthaltenen Informationen benötigt werden. So kann es beispielsweise ausreichend sein, dass die genannte Fußleiste erfasst wird und die Schraubenbefestigung weggelassen wird. Jede Dateninformation bedeutet zusätzlichen (minimalen) Speicherbedarf und es kann dann bei einem Modell dazu führen, dass die digitale Abbildung dann am Ende mehrere Gigabyte Daten enthält und in der Bearbeitung träge wird. Es sollte daher stets der Grundsatz gelten, soviel Daten wie nötig, so wenig Daten wie möglich.


    Für Mauerwerk sind beispielsweise alle statischen und bauphysikalischen Basisinformationen wichtig, damit diese dann von Spezialsoftware ausgelesen werden kann und z.B. für wärmetechnische Bemessungen verwendet werden können. Informationen im BIM Modell werden verstärkt für die Gebäudesimulation verwendet, um damit die Performance des Bauwerkes zu optimieren. So können Planer Bauteile einzeln optimieren und damit dann zusätzliche Kosteneinsparungen für den Bauherren schaffen. Aber auch hier gilt, dass sich Bauherr und BIM Planer über das Ziel des Einsatzes von BIM im Projekt klar sein müssen.

     

  • 9. Müssen alle BIM Projektbeteiligten eine BIM Software haben?

    Ja, alle Projektbeteiligten müssen in der Lage sein, aus dem BIM Modell ihre passenden Information zu lesen. Dafür gibt es einfache und kostenlose Softwarelösungen, die aber keine Planänderung ermöglichen.

    Sollen Beteiligte in den Planungsprozess eingreifen wollen, benötigen Sie eine Software – am besten die gleiche Software wie der Hauptplaner – um dann entweder im nativen Format – gleiches Format wie der Hauptplaner – oder im open BIM-Standard – Software mit „Übersetzungslösung“ in andere Software – die Änderungen vorzuschlagen. Über die Annahme des Änderungswunsches entscheidet aber letztendlich der Hauptplaner.

    Vielfach werden bei BIM Projekten auch Softwarelösungen vorgeschrieben. Damit soll verhindert werden, dass Informationen beim Datenaustausch verändert oder verloren gehen. Es macht daher in jedem Fall Sinn, dass alle Projektbeteiligten in der gleichen Softwareumgebung arbeiten.

     

  • 10. Kann ich die Baupläne auch ohne eine teure Software ansehen?

    Anwender können sich mit frei verfügbaren BIM Viewern Modelle und darin enthaltene Informationen ansehen und verstehen, ohne aufwändige Softwarelösungen dafür zu kaufen. Diese Viewer sind vielfach unabhängig und können auch über Internetlösungen genutzt werden. Damit wird es auch auf Baustellen möglich, mit mobilen Datengeräten – Handy oder Tablet – Modelle zu betrachten und sich Details zu aktuellen Punkten anzusehen. 

  • 11. Wie vermeide ich Fehler bei der Planung mit BIM?

    Es gibt sogenannte Model Checker, die in der Planung mit BIM erkennen können, ob einzelne Fachplanungen Konflikte –z.B. kreuzende Stromleitungen mit Wasserrohren – erzeugen. Dank dieser Software können Fehler in der Bauplanung frühzeitig aufgedeckt und verbessert werden. Damit wird ein ungestörter Bauablauf ermöglicht. Die bekannteste Software in diesem Bereich ist der Solibri Model Checker.

     

  • 12. Ist BIM in Deutschland mit der HOAI vereinbar?

    Ja, denn die HAOI ist als Werksvertragsrecht methodenneutral. Wie das Werk erbracht wird spielt erst einmal keine Rolle, Grundleistungen, die mit BIM erbracht sind, sind somit vergütbar. Weitere Zusatzleistungen und deren Vergütung müssen gesondert vereinbart werden.

    Bauherren und Architekten können BIM im Rahmen der HOAI als Sonderleistung frei vereinbaren. Damit kann dann ein Architekt neben seinen Leistungsphasen 1-9 die Leistungen für eine modellbasierte Planung individuell mit dem Bauherren vereinbaren. Der sogenannt BIM-Referenzprozess für Deutschland berücksichtigt die verschiedenen Leistungsphasen des Architekten und gibt damit Vorgaben für einen reibungslosen Übergang zwischen HOAI und der Planung mit Hilfe von BIM.

    Wichtig ist jedoch, dass sich alle Beteiligten am Anfang klar darüber einig sind, warum BIM eingesetzt werden soll und was im BIM Modell alles enthalten sein soll. Auf dieser Basis kann dann ein Architekt sein Angebot für die Projektplanung, Projektbegleitung und Projektdokumentation legen.

    Sofern ein Architekt Leistungen aus BIM Anforderungen nicht selber erbringen kann, gibt es am freien Markt Experten, die Bauprojekte koordinieren und mit Hilfe von BIM projektbezogen umsetzen können.

    Fachplaner (Bauphysiker/Statiker)) liefern weiterhin Bausteine der Planung, jetzt aber als Teil des 3D Gesamtmodells, so dass diese für alle sichtbar und verständlich sind. Die Koordinierung der Fachmodelle erfolgt durch den Gesamtplaner, der die Rolle eines BIM-Koordinators übernimmt.

     

  • 13. Gibt es öffentliche Regelungen zum Thema BIM in Deutschland?

    Am 15.Dezember 2015 hat die Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Stufenplan Digitales Planen und Bauen veröffentlicht. Darin ist für die kommenden Jahre eine schrittweise Einführung von BIM in Deutschland beschrieben. 

    Auch eine nationale Definition von BIM ist enthalten: „Building Information Modeling (BIM) bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethode, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.“ Quelle: Stufenplan Digitales Planen und Bauen 

    Stufenplan BIMStufenplan Digitales Planen und Bauen

B. BIM @ Xella

  • 1. Wo finde ich Xella Produktdaten in BIM?

    Xella stellt alle Daten auf einer BIM Datenbankplattform von BIMobject zur Verfügung. Unsere Produktdaten sind für eine Vielzahl an Produkten in digitaler Form für die beiden maßgebenden Softwarelösungen, Revit und Archicad, aufbereitet worden und stehen den Anwendern kostenlos zur Verfügung. Sie können tagesaktuell sowohl von unseren Internetseiten und der BIMobject Plattform heruntergeladen werden.

  • 2. Muss ich mich registrieren, um Xella Produkte bei BIM zu sehen?

    Alle Informationen sind ohne Registrierung frei zugänglich. Erst für den Download des Objektes muss sich der Anwender registrieren bzw. anmelden. Alle unsere Angebote im Bereich BIM sind für Anwender kostenlos.

  • 3. Welche Xella Produktinformationen werden mir bei BIM zur Verfügung gestellt?

    Zunächst einmal werden im Kopfbereich der Name und die Abmessungen der Konstruktion dargestellt. Sind keine Angaben zu Abmessungen (Länge/Höhe) vorhanden, oder sind diese auf 1000 mm voreingestellt, handelt es sich um Objekte, die beliebig verwendet werden können und sich dabei den Planungsvorgaben anpassen. Somit können Planer ganze Flächen mit diesem Objekt belegen und die Mengenermittlung richtet sich nach den gezeichneten Planungsvorgaben.

    Weiterführend können Sie sich eine Beschreibung (Description) ansehen. In diesem Reiter ist eine Basis-Beschreibung des Objektes enthalten, so dass Sie sich dann entscheiden kann, ob das Objekt für seine Planung passend ist.

    Der nächst Reiter ist die Spezifikation (Specification). Hier sind detaillierte Angaben zum Objekt enthalten. Dies können beispielsweise die Angabe des U-Wertes und die genaue Angabe der einzelnen Schichten des Objektes sein. Hier finden Sie auch Hinweise auf anzuwendende Normen. Wenn Sie Fragen rund um die Planung und Anwendung des Produktes haben, finden Sie hier auch den Kontakt zu unseren Xella Fachexperten.

    Ein weiterer Reiter zeigt Ihnen tiefergehende Informationen rund um das Produkt, die Sie dann auf unserer Xella website finden.

    Für die Anwendungen wichtige Informationen befinden sich im Reiter Klassifikationen. Hier ist hinterlegt, wofür das BIM Objekt verwendet werden kann. Softwarelösungen können damit eine genaue Zuordnung zu den Gebäudebauteilen vornehmen. Somit ist sichergestellt, dass eine Wand auch nur als Wand und nicht als Decke verwendet werden kann. Mit Hilfe der Klassifizierungssysteme können Softwarelösungen auch Angebotsunterlagen erstellen.

  • 4. Warum muss ich mich auf der BIMobject Portalseite registrieren?

    Wir wollen Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Durch eine Registrierung können wir Sie jederzeit über updates informieren. Die Registrierung ist kostenlos und Sie gehen keine Verpflichtungen ein.

    Als registrierter Anwender können Sie den für Sie zuständigen Mitarbeiter bei Xella sehen und mit diesem in Kontakt treten. Dies können Vertriebsmitarbeiter oder technische Mitarbeiter sein, die Sie objektbezogen beraten können.

  • 5. Sind meine Anmeldedaten sicher?

    Wir erfüllen alle Vorgaben des Datenschutzes und die Daten werden nicht an Dritte außerhalb der BIMobject Plattform weitergegeben. Anwender können jederzeit ihre Anmeldung widerrufen und als unregistrierte Anwender weiter arbeiten.

    Auf der BIMobject Portalseite ist keine Werbung vorhanden. Hier werden Herstellerinformationen gebündelt zur Verwendung in BIM-Projekten angeboten. Sie können somit gezielt nach Ihrem Bedarf suchen und eine Kontaktaufnahme findet nur statt, wenn Sie diese auch wünschen

  • 6. Warum sind einige BIM Objekte von Xella als Revit Installationsdateien angelegt?

    Bei der automatisierten Wandelementierung mit Ytong handelt es sich um eine integrierte Softwarelösung innerhalb von Revit. Diese muss gesondert installiert werden und ist vergleichbar mit einem Makro in Excel. Sie laden sich die die Datei auf ihren Computer und installieren dann die Applikation als Administrator. Danach können gerade Wandkonstruktionen mit den notwendigen Zubehörprodukten elementiert werden und Sie erhalten eine genaue Stückliste der verwendeten Porenbetonsteine.

    Es empfiehlt sich, sich immer die aktuelle Installationsdatei bei Projektbeginn herunter zu laden. Damit wird sichergestellt, dass aktuelle und verfügbare Produkte in dem Projekt ausgeschrieben und verwendet werden. Missverständnisse aus veralteten Produktunterlagen können somit vermieden werden. (siehe auch spezielle Rubrik „Ytong Wandelementierungstool“)

     

  • 7. Welche Informationen werden in den BIM Objekten von Xella verarbeitet?

    Wir stellen neben den Abmessungen der Produkte noch eine Vielzahl an zusätzlichen Informationen und weiter verarbeitbare Daten zur Verfügung. Diese sind je nach Anwendung recht unterschiedlich.

    Beim Ytong Wandelementierungstool werden zusätzlich Informationen zu Arbeitszeitrichtwerten, relevanten Normen und Zulassungen sowie bautechnologische Informationen – Statik, Brandschutz und Bauphysik – dem Anwender direkt angezeigt. Wärmetechnische Kenndaten werden sowohl in Revit als auch in Archicad direkt zur Berechnung des U-Wertes verwendet. Hier gibt es bereits Softwarelösungen, die diese Daten dann für Gebäudenachweise verwenden. Da Sie diese Daten ändern können, übernehmen wir keine Haftung. 

    Multipor hat komplette Systemaufbauten hinterlegt. Hier sind alle Schichten mit den Kennwerten vordefiniert und können somit als Systemlösung direkt verwendet werden. Auch hier werden für den Wärmeschutznachweis die bauphysikalischen Kenndaten automatisch verarbeitet.

    Für Silka sind ebenfalls Systemaufbauten hinterlegt. Vornehmlich sind dies Anwendungslösungen für Silka XL Wandaufbauten als Außenwände und Innenwände mit den gesamten Schichtaufbauten. Hier werden aber nur die wärmetechnischen Kenndaten derzeit mit berücksichtigt.

     

  • 8. Kann ich als Nutzer Daten auch verändern?

    Ja, es ist möglich, die einzelnen Schichtaufbauten editieren und dann auch verändern. Dies führt dann aber dazu, dass die Angaben aus der Spezifikation nicht mehr stimmen – Sie sind dafür eigenverantwortlich. Die Software merkt nicht, ob die Änderungen mit den Vorgaben übereinstimmen und berechnet dann den Konstruktionsaufbau mit den Angaben des Anwenders.

  • 9. Wie kann ich mit Xella Kontakt aufnehmen, wenn ich Fragen habe?

    Hierzu gibt es eine Mehrzahl an Möglichkeiten.

    1. Wenn Sie sich registrieren, wird Ihnen automatisch der für Sie zuständige Xella Mitarbeiter angezeigt.


      Diesen können Sie per E-Mail Nachricht erreichen, um einen Rückruf bitten oder, bei vernetzten Systemen, den Xella Mitarbeiter direkt von der Plattform aus anrufen.
       
    2. Neben den Fachberatern sind auch noch die Bauberater und weitere Xella Mitarbeiter hinterlegt. Sie können zwischen den einzelnen Mitarbeiter umschalten und diese einzeln kontaktieren.
       
    3. Darüber hinaus erreichen Sie uns auch in unserem Kontaktbereich

C. Ytong Wandelementierungstool

  • 1. Was ist das Besondere an dem Ytong Wandelementierungs-Tool?

    Mit Ytong Wandelementierungstool können erfahrene Anwender aus dem Ytong Produktprogramm komplette Wände elementieren. Hier werden neben den Ytong Planblöcken und Planbauplatten auch Ausgleichssteine, Stürze und U-Schalen mit berücksichtigt.

    Der Anwender kann nach der Materialwahl auswählen, wie Wände miteinander verbunden – Verzahnung oder Stumpfstoß – werden sollen. Ebenso können planerisch die Dicke der Ausgleichsmörtelschicht und der Dünnbettmörtelfugen eingestellt werden. 

    Nach der Angabe der Funktionalitäten und des Produktes werden durch die Softwareapplikation gerade Wände mit den Öffnungen elementiert. Sofern einer der Produkte – bei Stürzen beispielsweise – statisch nicht verwendet werden kann, wählt das Programm automatisch U-Schalen aus. Ist eine Wand durch technische Randvorgaben nicht elementierbar, so wird eine Fehlermeldung ausgegeben und der Anwender sollte die Parameter ändern.

    Die Lösung nimmt weder eine statische Überprüfung der Wandhöhe noch eine Rissbreitenvermeidung bei langen Wänden vor. Hier ist der Planer gefragt, sowohl die Statik zu beachten, als auch Dehnungsfugen im passenden Abstand planerisch anzuordnen.

    Die Elementierung erfolgt mit einem Mindestüberbindemaß von 0,4*h und das kleinste Element ist mindestens 10 cm lang. Somit werden in jedem Fall in jedem Punkt des Mauerwerks die Überbinderegelungen der Normung eingehalten.

    Oberhalb von Flachstürzen und der Bereich von Ausgleichssteinen oberhalb von tragenden Stürzen und U-Schalen werden durch das Programm grüne Flächen angezeigt. Dies sind die Zonen, in denen – im ersten Fall verpflichtend, im zweiten Fall als Empfehlung – die Stoßfugen der Steine vermörtelt werden sollen/müssen. Das dafür notwendige Maß wird in der Berechnung der Steinabmessungen berücksichtigt.

    Der Anwender sieht die Wandelementierung  im Detail und kann sich einen Massenauszug mit den gewünschten Angaben erstellen lassen. Dies kann beispielsweise das Volumen oder die Fläche jeder einzelnen Wand als auch die Abmessung jedes Steines sein.

  • 2. Kann der Ytong Energy+ mit dem Tool elementiert werden?

    Leider ist das derzeit noch nicht möglich.

  • 3. Können die Ytong Schalungssteine bei der Elementierung eingesetzt werden?

    Ja, wenn Stahlbetonstützen in Ytong Schalungssteinen berücksichtigt werden sollen, müssen Sie zunächst eine Rundstütze mit dem Öffnungsdurchmesser des Schalungssteins einzeichnen (in Wandachse) und dann eine Wand, die diese Stütze einschließt. Das Programm wählt dann an der Stelle einen Schalungsstein aus und beginnt die Elementierung von diesem Punkt aus jeweils nach rechts und links bzw. von der Ecke aus in beide Richtungen.

  • 4. Müssen die Wände rechtwinklig zueinander stehen?

    Nein, jeder Winkel ist möglich. Sind die Winkel aber zu klein, kann es dazu kommen, dass das Überbindemaß des ersten Steins nicht eingehalten wird. Dieser wird dann aber so gewählt, dass nachfolgende Überbindemaße eingehalten werden. 

    Das Programm berücksichtigt nicht, dass Steine „diagonal halbiert“ werden können und umgedreht eingebaut werden. Diese Baupraxis wird hier nicht berücksichtigt und für das Programm sind dies dann zwei separate Steine.

  • 5. Wie lange dauert die Wandelementierung?

    Die Elementierung geht sehr schnell. Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Außenwände dauert die Elementierung knapp 1 Minute in Abhängigkeit der Form und der Anzahl der Öffnungen.

  • 6. Was passiert, wenn nachträglich eine Öffnung geändert werden soll?

    Dann ist die Öffnung anzupassen und die Software wird die Wand neu elementieren. Werden hierbei Abhängigkeiten zu benachbarten Wänden festgestellt, so werden diese auch neu elementiert.

     

  • 7. Warum werden keine Deckenrandsteine berücksichtigt?

    Folgt man den Definitionen in BIM, gehören die Deckenrandsteine zur Decke und sind dort zu berücksichtigen. Daher haben wir derzeit die Deckenrandstein noch nicht berücksichtigt. Anwender können Sie extra modellieren und am Deckenrand einsetzen.

     

D. Silka Lösungen in BIM

  • 1. Welche Lösungen gibt es für Silka?

    Derzeit stehen einzelne Wandlösungen als vordefinierte Wandlösungen zur Verfügung. Hiermit sind wir in Deutschland Vorreiter in Sachen Kalksandstein in BIM.

    Silka BIM Wandlösungen