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Xella Architekturwettbewerb: Bauen im Bestand – mit ausgezeichneten Ideen

Gemeinsam mit dem Magazin der Bausparkasse BHW „Wohnen“ lobte Xella Deutschland, Duisburg, im August 2010 einen Wettbewerb zum Thema „Bauen im Bestand“ aus. Planer und Architekten sollten in Kooperation mit den jeweiligen Bauherren bereits realisierte Projekte wie Aufstockungen, Um- oder Ausbauten einreichen. Kreative Ideen waren gesucht – und wurden prämiert: mit Produkten aus dem Xella-Sortiment im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Vier Preisträger konnten sich die Anerkennung der Jury sichern. Auf dem ersten Platz behaupteten sich die Architekten von baurmann.dürr in Karlsruhe mit ihrem Umbau eines Siedlungshauses aus den 50er Jahren in eben jener Stadt. Hier wurde nicht aufgestockt, sondern zurückgebaut: Aus dem ursprünglichen Satteldach wurde ein Flachdach, aus der typischen Architektur von damals ein moderner, eigenständiger Kubus. Putzbündig eingesetzte Fenster unterstreichen den Charakter des Hauses zusätzlich. Das überdimensionierte, straßenseitige Blumenfenster blieb erhalten. Im Inneren des zweigeschossigen Gebäudes blieben lediglich die tragenden Wände sowie die Treppe erhalten, ein kleiner Anbau erweitert die Grundfläche des Erdgeschosses. Für die Ergänzungen im Wandbereich sowie die Vormauerungen in den Sanitärräumen griffen die Architekten auf leicht zu verarbeitenden Ytong Porenbeton zurück. Der Baustoff erfüllt alle Anforderungen an energieeffizientes, wohngesundes Bauen. Kennzeichnend sind die hervorragende Wärmedämmung durch die in den Poren eingeschlossene Luft. Die Auflagen der deutschen Energieeinsparverordnung EnEV werden mit einem Wärmedämmwert von bis zu Lambda 0,07 W/mK deutlich übertroffen. Die Deckenuntersichten wurden mit Fermacell Gipsfaser-Platten ausgeführt. Hohe Belastbarkeit in Verbindung mit guter Trittschall- und Wärmedämmung sowie sicherem Brandschutz sprechen für das Material. Auch die Fermacell Gipsfaser-Platten bestehen ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen. Das Projekt wurde als Erstplatzierter mit Produkten von Xella im Wert von 3.000 Euro belohnt.

Mit dem Umbau eines Pfarrhauses zum Einfamilienhaus in Düsseldorf ging der zweite Preis – Xella-Produkte im Wert von 2.000 Euro – an Buddenberg Architekten in Düsseldorf. Das Haus aus dem Jahre 1860 sollte nach Wunsch der Familie energetisch saniert werden, ohne dabei seinen Charakter wesentlich zu verändern. Die anfängliche Innenraumaufteilung kam der Familie entgegen: Vier großzügige Räume auf jeder Etage bedurften nur geringfügiger Veränderungen – so wurde sie bis auf wenige Trennwände im Erdgeschoss und der oberen Etage im ursprünglichen Zustand belassen. Das Dach hingegen musste erneuert werden: Hier ergaben sich attraktive Gestaltungsmöglichkeiten. Der Drempel wurde um 1,20 Meter angehoben und das Mansarddach in Höhe und Bauart dem Nachbardach angeglichen. Der Grundriss wurde ebenfalls vierfach aufgeteilt, im Spitzboden entstand ein zusätzlicher Arbeitsbereich. Für den Ausbau des Innenbereiches sowie die Fassadensanierung kam Silka Kalksandstein zum Einsatz. Der Baustoff eignet sich für alle Bauvorhaben, die besondere Herausforderungen an die Tragfähigkeit oder an den Schallschutz stellen. Kalksandstein ist ein ideales Produkt für Modernisierung. Er besteht aus Kalk, Sand und Wasser – ohne Zusätze chemischer Stoffe. Er ist wirtschaftlich und frostbeständig, besitzt gute Wärmedämmwerte, sorgt für ein angenehmes Raumklima und weist darüber hinaus auch einen hohen Schallschutz auf. Authentizität spielte bei der Sanierung eine wichtige Rolle: Ein Parklift befördert das Auto ins Erdreich, um den breiten Vorgarten, wie er für die Villensiedlung typisch ist, zu erhalten.

Mit der Auszeichnung als Platz drei dürfen sich gleich zwei Projekte schmücken: Die Architekten LEE+MIR aus Stuttgart sowie SoHo Architektur aus Memmingen. Das Stuttgarter Büro überzeugte die Jury seinerseits mit dem Umbau eines Bungalows aus den 70er Jahren in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Vor- und Rücksprünge in den Fassaden prägen den Baukörper. Auf zwei Etagen lässt es sich nach der Sanierung gut leben: Neben der Hauptwohnung befinden sich im Haus ein Wellnessbereich mit Pool sowie eine Einliegerwohnung und Kellerräume. Die Hauptwohnung gliedert sich in öffentliche, halböffentliche und private Bereiche. Um diese Zonen zu schaffen, war es nötig, die tragenden Wände aufzubrechen. Für zusätzliches Tageslicht im Haus sorgen neu eingebrachte Oberlichter. Die Zwischenwände im Erdgeschoss, der Einliegerwohnung und im Wellnessbereich, sämtliche Vormauerungen in Bädern und WCs sowie die Brüstungen im Innen- und Außenbereich wurden mit Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein realisiert. Gleiches gilt für die Wandscheiben der Außenanlagen und die Treppenanlage zwischen Terrasse und Garten.

In Bad Grönenbach hingegen begaben sich die SoHo Architekten an die energetische Sanierung des Anbaus eines Bauernhauses. Die Vorgaben der Bauherren waren klar formuliert: Heller und freundlicher sollte es werden: Die Sanierung selbst sollte maximal vier Wochen dauern. Zusätzliche Dachfenster sorgten für die Erfüllung des ersten Wunsches. Um die Privatsphäre der Bewohner zu wahren, wurden sie auf der nicht einsehbaren Westseite des Hauses eingebaut. Die Holzschalung wich schlichten, weißen Wandflächen. Für zusätzlichen Weit- und Ausblick sorgt das Panoramafenster. Sämtliche Innenwände, die im Zuge der Arbeiten ergänzt wurden, bestehen aus Ytong Porenbeton. Besonders die leichte und schnelle Verarbeitung des Baustoffs kam hier zum Tragen, da die Zeitspanne für die Sanierung knapp war. Die Architektenbüros Lee + Mir sowie SoHo Architekten erhielten jeweils Xella-Produkte im Warenwert von 2.000 Euro.

Einen Sonderpreis – Fermacell greenline Gipsfaser-Platten im Wert von 1.000 Euro – erhielten die Architekten jensen ingrisch recke für den Umbau eines Pavillons in München-Thalkirchen, der 1979 als rückwärtige Erweiterung der Villa Vollhals geplant wurde. Das Büro baute den Pavillon bis auf die Holzskelettkonstruktion zurück, ertüchtigte ihn statisch und stockte ihn auf: Ein Wohngebäude mit fünf Einheiten entstand. Um die Aufstockung zu ermöglichen, wurde die Leimholzbinderdecke mit Vollholzplatten verstärkt, im Untergeschoss kamen Porenbetonsteine als nichttragende Wände zum Einsatz. Ein neu errichtetes Einfamilienhaus ergänzt das Ensemble von Villa und Pavillon. Die Fassade wurde in enger Abstimmung mit der Münchener Denkmalschutzbehörde komplett erneuert. Im Innenausbau kamen Fermacell Gipsfaser-Platten zum Einsatz. Vakuumdämmpaneele, dreifach verglaste Fenster, eine kontrollierte Wohnraumlüftung sowie Grundwasser-Wärmepumpe sind Grund für den niedrigen Energieverbrauch von Qp=53,77 kWh/m²a (vormals 210 kWh/m²a).

Pressemitteilung