3. August 2012

Ytong Multipor WDVS: Schutz gegen Algen ohne Biozide

Vollmineralisches Ytong Multipor Wärmedämm-Verbundsystem:

Hydroaktive mineralische Oberflächen schützen gegen Verschmutzung und die Ansiedlung von Mikroorganismen, ohne dass umweltgefährdende Giftstoffe eingesetzt werden müssen. Beim mineralischen Ytong Multipor Wärmedämm-Verbundsystem stellt die Kombination der natürlichen Rohstoffe aller Komponenten die Hemmwirkung gegen Algen- und Pilzbewuchs sicher. Es entstehen optisch dauerhafte Fassaden, die auch funktional durch ihren Brandschutz sowie ihre mechanische Sicherheit überzeugen.

Deutliche sichtbare Schmutzablagerungen bereits nach kurzer Zeit und in der Folge die Ansiedlung von Mikroorganismen sind auf frisch renovierten oder erstmals eingebauten wärmegedämmten Fassaden weit mehr als nur ein Ärgernis. Sie können für den Planer und die ausführenden Handwerker schnell Gegenstand handfester Auseinandersetzungen um Baumängel und Gewährleistungspflichten werden.

 

Wie Forschungen zeigen, reduzieren mineralische Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) das Risiko der Verschmutzung und Algenbildung auf der Fassade erheblich. Und dies ganz ohne den Einsatz umweltschädigender Biozide! Denn die hydroaktiven Oberflächen mineralischer WDVS trocknen schneller als organische Systeme und entziehen den Mikroorganismen mit dem Wasser ihre Lebensgrundlage. Das Ytong Multipor Wärmedämm-Verbundsystem unterstützt den Prozess der Austrocknung zusätzlich durch seine gute Wärmespeicherung, die sich aus der vergleichsweise hohen Masse der Ytong Multipor Mineraldämmplatte ergibt.

 

Die Platte mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,045 W/(mK) gewährleistet nicht nur einen zeitgemäßen Wärmeschutz für die Außenwände, sondern sorgt auch für einen hohen Brandschutz. Das vollmineralische Ytong Multipor System gehört zur Baustoffklasse A und ist nicht brennbar. Dadurch entfallen aufwendige Materialwechsel im Bereich der erforderlichen Brandriegel und die Fassade kann auch oberhalb der Hochhausgrenze ohne Einschränkungen eingesetzt werden.

 

Biozide und Wasserabweisung als Irrweg

Wärmedämm-Verbundsysteme reduzieren den Heizenergieverbrauch, weil nur noch wenig Wärme durch die Außenwände verloren geht. Durch diese bestimmungsgemäße Funktion kühlen die äußeren Fassadenoberflächen stärker aus und bleiben damit länger feucht. Das feuchte Mikroklima bietet günstige Voraussetzungen für das Anhaften von Schmutzpartikeln und die Ansiedlung von Mikroorganismen, unter denen die Algen eine bedeutende Gruppe bilden, weshalb oft auch kurz von der Veralgung der Fassade gesprochen wird.

 

Lange hat man versucht, diesem Effekt mit besonders wasserabweisenden (hydrophoben) Oberflächen zu begegnen, die zusätzlich oft mit bioziden Chemikalien, also mit Giften gegen Mikroorganismen, ausgerüstet wurden. Dieser Weg führt aber gleich in doppelter Hinsicht in die Irre, wie u.a. die Grundlagenforschung des Fraunhofer Instituts für Bauphysik in Holzkirchen zeigt.

 

So werden die verwendeten Biozide in relativ kurzen Zeiträumen – Fachleute sprechen von zwei bis drei Jahren – ausgewaschen. Damit geht nicht nur ihre Wirkung an der Fassade verloren, sondern sie sammeln sich als weder in Kläranlagen noch in der Natur abbaubare Schadstoffe vor allem in Gewässern bzw. im Grundwasser.

 

Auch die stark wasserabweisenden (hydrophoben) Farben und Oberputze von WDVS erwiesen sich als Irrweg, weil sie – anders als man zunächst glauben könnte – länger feucht sind als saugfähige (hydrophile) Oberflächen. Ursache ist gerade der hydrophobe Abperleffekt: Schlagregen perlt zwar in große Tropfen relativ gut an diesen Oberflächen ab, aber die deutlich größere Feuchtigkeitsbelastung für Fassaden stellt Tauwasser dar, das sich vor allem in den Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst auf der Fassade niederschlägt. Es bleibt auf wasserabweisenden Oberflächen in feinen Tropfen für viele Stunden haften und bietet Mikroorganismen eine ausgezeichnete Lebensgrundlage.

 

Trockene Oberflächen durch Hydroaktivität

Anders als die oft hoch wasserabweisend eingestellten Kunstharzputze und Dispersionsfarben bilden vollmineralische Systeme, wozu das Ytong Multipor Mineraldämmsystem mit mineralischem Oberputz gehört, einen Untergrund mit angepasster Saugfähigkeit aus. Die Feuchtigkeit aus Schlagregen oder Tauwasser wird in den kapillar-aktiven Oberputz aufgesaugt und dort wie in einem Pufferspeicher zwischengelagert. Auf der Oberfläche steht dadurch kein Wasser zur Verfügung, das die Schmutzanhaftung und die Ansiedlung von Mikroorganismen befördern könnte.

 

Die reduzierte Wasseraufnahme des Armierungsmörtels im Ytong Multipor WDVS stellt sicher, dass die im Oberputz gepufferte Feuchtigkeit nicht in die Dämmschicht dringen kann. Stattdessen trocknet der Oberputz in regen- und taufreien Perioden des Tages nach außen wieder aus.

 

Es ist also gerade die Kombination aus genau abgestimmter Saugfähigkeit und kapillarer Aktivität aller Komponenten, die zum hydroaktiven, schnell trocknenden und damit bewuchshemmenden Effekt auf vollmineralischen WDVS führt. Mit dem Ytong Multipor Wärmedämm-Verbundsystem kann deshalb auf die ohnehin nur befristet wirkenden Biozide komplett verzichtet werden.

 

Wärmespeichernd, druckfest und „spechtsicher"

Die im Vergleich etwa zu Polystyrol oder Mineralwolle relativ schwere Mineraldämmplatte unterstützt die Trocknung der Oberflächen aktiv. Denn sie weist mit ihrer hohen Masse gleichzeitig ein hohes Wärmespeichervermögen auf. Die gespeicherte Wärme, z.B. aus der Sonneneinstrahlung, erhöht die Temperatur der äußeren Oberfläche des WDVS und damit zusätzlich die Verdunstung von Feuchtigkeit.

Durch die hohe Rohdichte von 110 kg/m³ entsteht ein druckfester, monolithischer Systemaufbau, der beim „Klopftest" wie eine massive Wand klingt. Spechtschäden sind somit ausgeschlossen und auch Nager beißen sich an dem massiven Dammmaterial die Zähne aus. Der stabile Aufbau des vollmineralischen, nicht brennbaren Ytong Multipor Wärmedämm-Verbundsystems sorgt im Zusammenspiel mit dem Brandschutz und dem giftfreien Schutz gegen Verschmutzung und Mikroorganismen damit für funktional und optisch dauerhafte Fassaden mit einer Wärmedämmung nach den heutigen Anforderungen.
 

Weitere Infos zum Ytong Multipor WDVS-System finden Sie hier.

 

 

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