19. Januar 2015

BAU 2015: Taktgeber im Mauerwerksbau

Xella Baustoffe auf der BAU 2015
Mit zahlreichen Messe-Neuheiten und Innovationen präsentiert sich Xella Baustoffe mit den Marken Ytong, Silka und Multipor sowie Hebel auf der BAU 2015. Im Mittelpunkt stehen Systemlösungen und Produkte für den Bau von Einfamilienhäusern und Mehrgeschossbauten. Die produktübergreifenden Themen wie Ökologie, Nachhaltigkeit, Wohngesundheit sowie Energieeffizienz werden multimedial erlebbar gemacht. Die Neuheiten von Xella im Überblick
Hoch hinaus: Ytong für den Mehrgeschossbau
Die Nachfrage nach massiven mehrgeschossigen Wohngebäuden steigt stetig. Vor wenigen Jahren stand der Bau von Einfamilienhäusern sowie Reihenhäusern noch im Vordergrund. Im Jahr 2007 lag die prozentuale Verteilung der Baugenehmigungen bei 60 Prozent für Eigenheime zu 40 Prozent bei Mehrgeschossbauten. 2014 hat sich die Verteilung umgedreht: 54 Prozent Mehrfamilienhäuser zu 46 Prozent Eigenheime. Viele Faktoren bestimmen dabei die Nachfrage. Stichworte wie demografischer Wandel, Baulandverknappung oder auch Stadtrevitalisierung sind nur einige, die für den Mehrgeschossbau sprechen. Im Vergleich zu früher sind heute jedoch moderne Wohneinheiten gefragt, die optimal auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sind und sich wirtschaftlich erstellen lassen.
 
Die mineralischen Baustoffe Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein bieten hier vielfältige Möglichkeiten, die individuellen Planungen umzusetzen und moderne Wohnbauten zu errichten. Neu auf der der BAU wird der Ytong PP 4 mit einem Lambdawert von 0,10 W/(mK) speziell für den Mehrgeschossbau gezeigt. Der Stein erfüllt mit seinem integrierten Wärmeschutz die heutigen Anforderungen der EnEV. 40 Zentimeter dicke einschalige Wandkonstruktionen mit einem U-Wert von 0,23 W/(m²K) entsprechen dem Energiestandard eines KfW-Effizienzhaus 70. Der Ytong Planblock verfügt über eine hohe Druckfestigkeit und kann mit tragender Funktion für die Konstruktion von vier- bis sechsgeschossigen Gebäuden – auch in allen Erdbebenzonen – eingesetzt werden.
 
Schallschutz in XXL
Überall dort, wo viele Bewohner auf relativ begrenztem Raum zusammen wohnen, muss das Wohngebäude einen besonders guten baulichen Schallschutz gewährleisten. Guter Schallschutz muss daher zur unverzichtbaren Grundausstattung moderner Gebäude gerechnet werden.Silka Kalksandstein ist ein Stein mit hoher Rohdichte, der höchste Tragfähigkeit mit einem ausgezeichneten Schallschutz kombiniert. Und der die höheren normativen Anforderungen wie auch die VDI-Richtlinie 4100 leicht erfüllt.
 
Für viele Standardanwendungen für Wohnungs- und Haustrennwände stehen die kleinformatigen Steine in den Rohdichteklassen von 2,0 und 2,2 zur Verfügung, für perfekten Schutz vor Lärm der Silka protect von 2,4 bis zu 3,0.Um den sehr guten Schallschutz und einen schnellen Baufortschritt zusammenzuführen, wurde jetzt das großformatige Bausystem Silka XL mit Silka protect kombiniert.
 
Heraus kam Silka XL protect mit der Rohdichte von 2,6. Silka protect wird während der Produktion ein mineralischer Schwerzuschlag zugesetzt. Damit werden noch bessere Schutzeigenschaften gegen Lärm und elektromagnetischer Strahlung erreicht. Erste Versuche auf der Baustelle zur wirtschaftlichen Verarbeitung zeigen positive Ergebnisse. Das System wird auf der BAU 2015 zu sehen sein. Silka XL als protect 2,6 wird voraussichtlich 2016 die Marktreife erlangen.
 
Ytong Energy+ für energieeffiziente Einfamilienhäuser
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 sieht vor, dass die energetischen Standards für Neubauten ab Januar 2016 in einem Schritt um 25 Prozent steigen. Konkret bedeutet das, dass ab dem 1. Januar 2016 der höchstzulässige Jahres-Primärenergiebedarf eines Neubaus zum Heizen, Wasserwärmen, Lüften und Kühlen um satte 25 Prozent sinkt. Parallel dazu mindert sich der maximal erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um circa 20 Prozent. Ab 2019 sollen alle öffentlichen Neubauten als nahezu Nullenergiehäuser geplant und gebaut werden. Ab 2021 müssen sich dann auch private Bauherren an die europäischen Vorgaben halten. Bereits heute lassen sich mit Ytong Porenbeton und der passenden Haustechnik Nullenergiehäuser leicht umsetzen.
 
Als nachhaltiger und zukunftsfähiger Wandbaustoff steht der Ytong Energy+ mit einem äquivalenten Lambdawert von nur 0,065 W/(mK) zur Verfügung, der auf der BAU 2015 ausgestellt wird. Mit der Einführung der zukünftigen Standards muss jedoch eine noch bessere Wärmedämmung der Gebäudehülle für die Bauherren bezahlbar bleiben. Xella Deutschland hat mit dem M1 Energieplus Massivhaus bewiesen, das energiesparendes und zukunftsweisendes Bauen auch mit einem durchschnittlichen Budget umsetzbar ist. Das Pilotprojekt M1 Energieplus Massivhaus hat den Energy Award 2013 in der Kategorie „Energiehaus des Jahres“ gewonnen.
 
Herstellung von Ytong patentiert
Ein Lambdawert von 0,08 W/(mK) und die Steinfestigkeitsklasse 2 machen den Ytong Planblock PP2 zu einem der besten weißen Baustoffe. Die Entwicklung neuer Produkte kostet Industrieunternehmen viel Zeit und Geld. Zum Schutz vor Nachahmer werden daher auch Baustoffe immer häufiger durch Patente geschützt. So wurde jetzt ein Herstellverfahren für Ytong Porenbeton der normgeregelten Festigkeitsklasse 2 mit einem Lambdawert von 0,08 W/(mK) patentiert.
 
Das Patent gibt den Rahmen für die Herstellung vor und stellt die garantierte Qualität von Ytong Porenbeton sicher. Laufende Überwachungen bestätigen sowohl die Einhaltung der Qualitätsvorgaben als auch die im Patent festgeschriebenen Materialeigenschaften. Übrigens ist auch die Herstellung des neuen Ytong Energy+ patentrechtlich geschützt. Auf der BAU 2015 können sich Besucher über die Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft informieren, die im Xella Unternehmensverbund zuständig für die Beantragung von Patenten ist.
 
Der Schlüssel zur staubarmen Baustelle: Ytong Silka Mörtel-Pellets
Gerade auf Baustellen wird massenhaft Staub erzeugt. Dadurch ist die Belastung im Bau bis zu siebzig Mal höher als beispielsweise im Straßenverkehr. Die Folge: Dauerstress für die Atemwege, Asthma oder eine allergische Reaktion der Bronchien. Dabei sind laut BG Bau besonders stauberzeugende Arbeiten wie das Kehren mit dem Besen schon seit Jahren verboten. Xella ist deshalb stolz darauf, erstmalig zur BAU 2015 die Ytong Silka Mörtel-Pellets vorzustellen.
 
Der Dünnbettmörtel wird zu etwa drei Zentimeter großen Briketts gepresst. Auf der Baustelle werden diese einfach mit Wasser angemischt – völlig staubarm, sogar ohne den Einsatz eines Rührgerätes und anschließend wie herkömmlich verarbeitet. Die Ytong Silka Mörtel Pellets sind gegenüber herkömmlichem Dünnbettmörtel um bis zu 25 Prozent ergiebiger. Für fünf Kubikmeter Ytong Mauerwerk werden etwa 44 Kilogramm Ytong Silka Mörtel Pellets statt 58 Kilogramm Dünnbettmörtel benötigt.
 
Nicht zuletzt gibt Xella Deutschland eine Antwort auf die 2014 in Kraft getretene TRGS-Richtlinie 900, die mit einer drastischen Absenkung des Arbeitsplatzgrenzwerts für A-Staub zur Reduzierung von Staub-Emissionen auf Baustellen zwingt.
 
Services und Dienstleistungen als Mehrwert
Die Qualität eines Baustoffes zeigt sich auch in den begleitenden Services sowie in der technischen Beratungskompetenz. Xella nutzt regelmäßig die BAU als Plattform zur Vorstellung neuer Dienstleistungen: Dem Building Information Modeling (BIM) bzw. der Gebäudeplanung mit 3D-Modellen gehört die Zukunft.
 
Pünktlich zum Messestart werden eine Vielzahl von Ytong und Silka Produkten als digital elementierbare Objekte zur Verfügung stehen. Planer können diese kostenlos aus einer Datenbank herunterladen. Das System ist mit 90 Prozent der marktüblichen und gängigen Planungssoftware kompatibel. Auf der BAU 2015 werden Vorführungen zur effizienten Nutzung von BIM gezeigt.
 
Pünktlich zur BAU 2015 wird das Baubuch in der dritten Auflage erscheinen. Wie gewohnt finden Planer und Verarbeiter darin das komplette Produktprogramm sowie alle relevanten technischen Daten und Verarbeitungshinweise von Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein. Erstmalig erscheint zudem das Multipor Dämmbuch. Das eigenständige Kompendium zeigt anwendungsgerecht den Einsatz von Multipor in der Planung und auf der Baustelle. Alle Einsatzgebiete der mineralischen Innendämmung werden zielgruppengerecht vorgestellt.
 
Kontakt für die Redaktion:
Xella Deutschland GmbH
Olaf Kruse - Pressesprecher Xella Deutschland GmbH
Düsseldorfer Landstraße 395
47259 Duisburg
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olaf.kruse@xella.com


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