13. Januar 2017

Xella Baustoffe auf der BAU 2017: Xella gibt Antworten auf drängende Fragen

Die Xella Gruppe greift die Trends der Branche auf und leitet daraus den Messeauftritt zur BAU 2017 ab. Aktuelle Fragen zu technischen Anforderungen, zur Digitalisierung der Bauwirtschaft, zum kostengünstigen Bauen in Verbindung mit dem demographischen Wandel sowie zur Nachhaltigkeit und Ökologie werden direkt auf dem Messestand in Halle A2, Stand 103 beantwortet. Gezeigt werden Produktlösungen der Marken Ytong, Silka, Multipor und Hebel für den Bau von Einfamilienhäusern und für das Segment des Mehrgeschossbaus ebenso wie für den Wirtschaftsbau. Das Spektrum reicht dabei jeweils von klein- und großformatigen monolithischen Lösungen bis hin zu zweischaligen Wandaufbauten. Das mineralische Multipor Dämmsystem rundet den Messeauftritt ab.

Zur BAU 2017 hat Xella zahlreiche Lösungsbeispiele im Gepäck und präsentiert sich einmal mehr als der Taktgeber in der Branche. Digitale Angebote ergänzen die Systemaufbauten und machen das Bauen der Zukunft mit einem architektonisch anspruchsvollen Messestand erlebbar. Die Lösungen im Überblick.

Ytong Energy+ für energieeffiziente Einfamilienhäuser
Ab 2019 sollen alle öffentlichen Neubauten als nahezu Nullenergiehäuser gebaut werden. Ab 2021 müssen sich dann auch private Bauherren an die EU-Gebäuderichtlinie halten. Bereits heute lassen sich mit Ytong Porenbeton und der passenden Haustechnik Nullenergiehäuser einfach umsetzen. Messebesucher können sich über den Ytong Energy+ informieren, der für monolithische Einfamilienhäuser entwickelt wurde. Der massive mineralische Baustein verfügt bei einer Wanddicke von 500 mm über einen äquivalenten Lambdawert von nur 0,067 W/(mK) und erreicht einen U-Wert von 0,13 W/(m²K). Mit dem Ytong Energy+ bleibt energiesparendes Bauen im Einfamilienhaus-Bereich weiterhin bezahlbar, auch wenn ab 2021 verschärfte Neubaustandards gelten sollten.

Großformatiges Bauen mit Ytong XL
Der Bedarf an neuen Wohnungen ist enorm, wobei dies Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen gleichermaßen betrifft. Angesichts der hohen Auslastung der Bauwirtschaft ist dieser Bedarf effizient nur durch serielles Bauen zu decken. Xella sieht sich für diese Herausforderungen gut aufgestellt und nutzt die BAU 2017 als Plattform, um Ytong XL Lösungen zu präsentieren.

Dank der vorgefertigten geschosshohen Ytong Systemwand- und Trennwandelemente sind deutlich kürzere Bauzeiten bei Einfamilienhäusern möglich. Der Bauträger profitiert von geringerem Arbeitsaufwand und Kosteneinsparung. Und zwar ohne Abstriche bei der Rohbauqualität. Der Ytong Jumbo im Doppelpack mit λ = 0,08 W/(mK) basiert auf dem Ytong Jumbo, jedoch werden hier direkt zwei Steine von einem Zwei-Mann-Team mit Minikran und Doppelpackgreifer vermauert. Der Greifer wurde speziell für das Doppelpack-System entwickelt. Mit einem Kranhub entstehen 1,20 Meter Mauerwerk in einer Schichthöhe von 499 mm bzw. 624mm. Damit verbindet der Ytong Jumbo im Doppelpack höchste Wärmedämmung mit schnellem Baufortschritt, speziell im Mehrgeschossbau.

Schallschutz in enger werdenden Städten
Der Schallschutz spielt eine besondere Rolle bei der städtebaulichen Planung. Aufgrund immer dichter werdender Bebauung auf engstem Raum ist es erforderlich, sich intensiv mit dem Schallschutz zu beschäftigen. Produkteigenschaften wie hoher Schallschutz, Tragfähigkeit und schnelle Verarbeitung durch große Formate machen Silka Kalksandstein zum idealen Produkt für den Mehrgeschoßbau in enger werdenden Städten, in denen Bauland ein knappes und teures Gut ist. Die hohe Druckfestigkeit ermöglicht mehr Wohnraum auf weniger Fläche durch schlanke Wände. Hinzu kommt die hohe Rohdichte von Silka Kalksandstein: je schwerer die Wand, desto weniger Lärm kommt auf der anderen Seite an.

Die Messebesucher können sich auf dem Messestand zudem von Funktionswänden aus Silka Kalksandstein und Multipor überzeugen. Werden das großformatige Bausystem Silka XL und das Multipor Wärmedämm-Verbundsystem zusammengeführt, entstehen quasi-monolithische mineralische Aufbauten mit Schicht für Schicht besten Werten. Die Verwendung von HBCD als Flammschutzmittel in Polystyrol-Dämmstoffen ist in der gesamten EU mit Gefahrenhinweisen versehen worden. In der Entsorgung wird er als nachweispflichtig eingestuft, und darf nur noch in Abfallbeseitigungsanlagen verbrannt werden, die über eine entsprechende Zulassung verfügen. Ein Rückführen in den Stoffkreislauf von HBCD-haltigen Produkten wurde weitestgehend ausgeschlossen. Mineralische Wandkonstruktionen hingegen sind nicht brennbar und komplett rückbaubar. Sie können sogar dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Der Rückbau hinterlässt keinen Abfall, dessen Entsorgung Deponieraum in Anspruch nimmt oder gar eine Entsorgung von Gefahrenstoffen nach sich zieht.

Multipor vereint Dämmung und Fassadengestaltung
Gemäß bauaufsichtlicher Zulassung dürfen Multipor Mineraldämmplatten ab 120 mm Plattendicke zweilagig verlegt werden. Dadurch ist es möglich, strukturierte Fassaden auszubilden. Neben der dämmenden Funktion kann mit dem WDVS somit auch architektonisch anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden. Auf der BAU 2017 zeigt Multipor den Aufbau der Fassade des neuen jüdischen Museums in Frankfurt am Main von Staab Architekten. Dort wird Multipor zweilagig auf die Fassade aufgebracht und ist schräg abgestuft. Durch den monolithischen und massiven Aufbau kann die Dämmschicht einfach gestalterisch bearbeitet werden. Andere Dämmstoffe hingegen können aufgrund der spezifischen Materialeigenschaften so nicht zur aufwendigen Fassadengestaltung eingesetzt werden.

Neben der architektonisch anspruchsvollen Fassadengestaltung ist das Multipor Dämmsystem in seinen klassischen Anwendungsbereichen und Vorteilen ausgestellt. Das DIBt hat die bauaufsichtliche Zulassungen von WDVS verändert. Für ein Multipor Wärmedämm-Verbundsystem sind die Brandschutzverschärfungen kein Thema. Ein vom Sockel bis zum Dach mit Multipor gedämmtes Gebäude erfüllt alle Vorgaben des Brand- und Wärmeschutzes, ohne dass ein Einbau von Brandriegeln erforderlich ist. Somit ist das Multipor WDVS insbesondere für den mehrgeschossigen Wohnbau eine gute Wahl.

Systemlösungen in der Innendämmung vervollständigen den Multipor Messeauftritt. Die bewährte Innendämmung ist die ideale Anwendung für die energetische Sanierung von Fachwerkhäusern und Altbauten: ökologisch und nachhaltig. In Zukunft wird die Umweltverschmutzung als Folge der Entsorgung von Baustoffen ein ernstzunehmendes Thema sein. Was nicht recycelbar ist, wird umweltbelastend deponiert oder entsorgt. Multipor ist ein Baustoff, der aus lange verfügbaren Rohstoffen besteht und leicht rückbaubar und gut recyclebar ist. Und somit nachhaltigen Kriterien entspricht.

Hoher Wohnbau-Standard auch im Gewerbebau
Hebel nutzt die BAU 2017, um die neue Wandplatten-Generation zu präsentieren. Mit der Hebel Wandplatte werden Wirtschaftsbauten in einschaliger Massivbauweise ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen der Außenwand errichtet. Für Bürogebäude bedeutet dies Wohnbau-Standard. Die aktuellen Anforderungen der EnEV an gewerblich genutzte Gebäude mit einer Innentemperatur ≥19 Grad Celsius werden vollumfänglich erfüllt.

Die neuen Hebel Wandplatten mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von U=0,26 W/(m²K) bei einer Wanddicke von 36,5 cm übertragen sämtliche aus dem Wohnungsbau bekannten bauphysikalischen Eigenschaften von Porenbeton vollumfänglich auf den Gewerbebau. Wärme- und Feuchtespeicherung wirken sich günstig auf das Raumklima aus. So trägt der wärme- und feuchteregulierende Baustoff dazu bei, im Winter die Wärme im Gebäudeinnern zu halten und im Sommer für kühle Raumtemperaturen zu sorgen.

Im Mittelpunkt des Hebel Messeauftritts steht zudem der Brandschutz. Ziel ist es darauf hinzuweisen, dass im Industriebau seit Jahren Porenbeton Mauerwerk oder bewehrte Wandplatten als Brandwand eingesetzt werden. Aufgrund der mineralischen Zusammensetzung gehört Porenbeton zur Brandschutzklasse A1. Er erfüllt die Anforderungen aller Feuerwiderstandsklassen von F 30 bis F 180 ohne Bekleidung oder Beschichtung. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass Brandwände aus Porenbeton eine extrem zuverlässige Sicherheitsgarantie für Mensch und Güter bieten.

Hallenbau für den Mittelstand
hebelHalle hat die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen aufgegriffen und ein standardisiertes Baukastensystem für den Hallenbau entwickelt. Der Bauherr profitiert doppelt: Er kann aus einer Vielzahl von individualisierbaren Hallentypen auswählen und er baut mit einem regionalen Partner, der über jahrzehntelange Erfahrung im Gewerbebau verfügt. Alle zertifizierten hebelHalle Partner bieten den Bauherren die Realisierung ihrer Halle entweder als erweiterten Rohbau mit Selbstbauanteil an oder komplett schlüsselfertig zum vereinbarten Termin. Auf diesem Weg erhalten Unternehmen massive Hallen, die wertstabil und wirtschaftlich sind.

Staubarme Baustelle: Ytong DBM Pellets und Silka Secure DBM Pellets
Gerade auf Baustellen wird massenhaft Staub erzeugt. Dadurch ist die Belastung im Bau bis zu siebzig Mal höher als beispielsweise im Straßenverkehr. Die Folge: Dauerstress für die Atemwege, Asthma oder eine allergische Reaktion der Bronchien. Ytong DBM Pellets und Silka Secure DBM Pellets sind der Schlüssel zur staubarmen Baustelle. Beim Anmischen des zu kleinen Briketts gepressten Mörtels entweichen kaum mehr Stäube, die Feinstaubbelastung wird reduziert. Die Mörtel Pellets haben mittlerweile die Marktreife erreicht und werden ab Juli über den Handel vertrieben.

Ausbau des digitalen Dienstleistungs-Spektrums
Mit einem erweiterten Dienstleistungs-Spektrum rundet Xella seine Produktsysteme ab. Besonders interessant dürfte für Planer und Architekten das Building Information Modeling (BIM) sein, das eine Gebäudeplanung mit 3D-Modellen ermöglicht. Zahlreiche Ytong und Silka Wandbau- sowie Multipor Dämmlösungen stehen als BIM-Objekte in den gängigen Revit- und Archicad-Formaten zur Verfügung. Auf der BAU 2017 gibt Xella Einblick in die effiziente Nutzung von BIM und erfahrene Xella Mitarbeiter stehen für den Informationsaustausch bereit.

Xella Deutschland nimmt die eigene Digitalisierungsstrategie systematisch in Angriff und stellt die Kundenkommunikation auf der BAU 2017 komplett auf digitale Prozesse um. So werden beispielsweise Beratungsgespräche digital begleitet. Wer nicht bis zur BAU 2017 warten will, kann sich schon ab Ende November ein Bild vom Xella Messeauftritt machen: bei einem Besuch auf dem virtuellen Messestand. Besucher haben online die Möglichkeit, sich umfassend über die Produktlösungen zu informieren. Bei einem 3D Rundgang sind kompakte Informationen und Details zu den Produkten anschaulich aufbereitet. Messebesucher können zudem vorab Termine mit den Bauberatern auf der Messe vereinbaren. Der virtuelle Messestand ist unter xella-auf-der-bau.de erreichbar.