13. Januar 2017

Multipor WDVS vereint Dämmung und Fassadengestaltung: Fassadengestaltung mit Multipor

Im Zusammenhang mit energetischen Sanierungsmaßnahmen verschwinden ganze Straßenzüge hinter Wärmedämmverbund-Systemen. Ein Haus ist mittlerweile so gesichtslos wie das andere. Neben hocheffizienten, gedämmten Oberflächen können mit einem zweilagig verarbeiteten WDVS aus Multipor Mineraldämmplatten jedoch auch architektonisch anspruchsvolle Fassaden gestaltet und modelliert werden. Dazu werden Multipor Fassadendämmplatten vom Typ WAP als Bauteilsatz zusammengestellt und in eine glatte WDVS-Fassade integriert. Dabei wird die Gestaltungsvorgabe des Planers mit CAD-Planung in einer Zeichnung umgesetzt, die jede einzelne Platte mit ihren Abmessungen und der jeweiligen Position am Bau festhält. Die Zeichnung ist Basis für die entsprechende werkseitige, objektspezifische Produktion der Multipor Fassaden-Dämmplatten, die schließlich auf der Baustelle nach einem Verlegeplan verarbeitet werden. Das System wird jetzt zur Gestaltung der Fassade beim Neubau des Jüdischen Museums in F

Das jüdische Museum in Frankfurt erhält einen Erweiterungsbau für Veranstaltungen, Wechselausstellungen und die Bibliothek. Der vom Berliner Büro Staab Architekten GmbH geplante Neubau soll die beiden denkmalgeschützten klassizistischen Palais, in denen das Museum derzeit untergebracht ist, ergänzen und gleichzeitig auch den Haupteingang zum Museum bilden. Gemeinsam mit den Bestandsbauten bildet der im ehemaligen Garten der beiden Palais freistehend angeordnete Bau einen Eingangshof. Eine Fassadengestaltung, die die Zusammengehörigkeit der Häuser visualisiert, war daher eine wichtige Aufgabenstellung an die Architekten, die 2013 den zweistufigen Architekturwettbewerb mit einem überarbeiteten Entwurf für sich entscheiden konnten.

Nach den Planungen der Architekten soll die Fassade des Neubaus in moderner Form die Gliederung der Bestandsgebäude aufnehmen. Die durch Gesimse zwischen Erdgeschoss sowie den beiden oberen Etagen horizontal betonte Außenansicht des Altbaus wird beim Neubau durch eine Fassade aufgenommen, die sich über einen Sockel hinweg in eine umlaufende, von unten nach oben weiter werdende Struktur leicht geneigter Flächen mit horizontaler Segmentierung gliedert.

Bei der Planung der Fassade des Museumsneubaus entschieden sich die Architekten für eine streng geometrische, horizontale Gestaltung. Durch die sogenannte Konturenkonfektion können jedoch mit einem WDVS aus Multipor Mineraldämmplatten nicht nur geradlinige Schnitte, sondern zum Beispiel auch gebogene Formen realisiert werden. Auch muss nicht immer eine komplette Fassade gestaltet werden. Die gewünschten optischen Effekte können bereits durch kleine Stilelemente wie etwa geformte Fensterbrüstungen erreicht werden. Im Prinzip sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, jedoch sollten die Formteile nicht zu filigran sein, da die baupraktische Ausführung eine flächige Formensprache erfordert. Auch bei gestalteten Fassaden müssen technische Vorgaben zur Verarbeitung und Ausführung von WDVS grundsätzlich eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für die Standsicherheit sowie für die faltenfreie Ausführung der Gewebearmierung und der Bauteilanschlüsse.