13. Januar 2017

Recycling von mineralischen Multipor Baustoffen: Zurück zur Natur

Über Jahrtausende hinweg wurden Räume mehr oder weniger stark beheizt um angenehme Aufenthaltstemperaturen zu erreichen. Erst die Ölkrise in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sorgte für ein Umdenken: Die Dämmung von Häusern und Wohnungen sollte helfen, Energie zu sparen. Heute steht die Gesellschaft vor einem weiteren Umbruch: Problemen mit der Entsorgung der Wärmedämmung steht die Forderung gegenüber, zukünftig im Bauwesen ausschließlich recyclingfähige Materialien einzusetzen. Multipor Mineraldämmplatten sind ein Dämmstoff, der diese Vorgaben bereits jetzt erfüllt.

Die klimatischen Verhältnisse in unseren Breiten sorgten dafür, dass der Wärmedämmung über die Jahrtausende hinweg ein wichtiger Stellenwert zukam. Damals wie heute ging es darum, den Heizaufwand so gering wie möglich zu halten. Erst als Kohle und später Öl zur Verfügung standen, änderte sich diese Einstellung. Heizenergie stand plötzlich in anscheinend unbegrenzter Menge zur Verfügung, die Beschaffung war mühelos. Damit entfiel die Motivation zur Wärmedämmung der Gebäudehülle. Zwar wurden bereits 1952 mit der DIN 4108 Richtlinien für den Wärmeschutz im Hochbau erste Mindestanforderungen an den Wärmeschutz formuliert, tatsächlich aber sorgte erst die erste Ölkrise in den 70er Jahren für ein Umdenken. Dies führte 1977 zur 1. Wärmeschutzverordnung. Eine Entwicklung, die vorläufig in der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) endet und letztlich den Weg für die Entwicklung von Passiv-, Null-Energie- oder Energie-Plus-Häusern bereitete, die Gebäude ohne aktive Heizsysteme auskommen lässt.

Wenn es auch gelungen ist, den Heizenergiebedarf zu minimieren, so stehen wir vor einem erneuten Umbruch. Namhafte Vertreter der Branche, wie etwa Professor Annette Hillebrandt, Inhaberin des Lehrstuhls Baukonstruktion, Entwurf, Materialkunde der Bergischen Universität Wuppertal, fordern, dass alle Materialien und Stoffe, die im Bauwesen verarbeitet werden, recyclingfähig sein müssen. „Sämtliche verbaute Materialien und Bauteile, so die Wissenschaftlerin, „müssen leicht selektiv zurückzubauen und sortenrein wiederzugewinnen sin.“ An die Politik ergeht die Aufforderung, einen „Ressourcen-Schutz-Nachweis“ einzuführen, der jeder Baugenehmigung zugrunde liegen sollte. Denn es bleibt doch die Tatsache, dass wir nicht zuletzt zur Herstellung von Baustoffen unsere Ressourcen ohne Rücksicht auf die Folgewirkungen abbauen. Das Ganze ist verbunden mit einer nicht geklärten Entsorgung von Dämmstoffen, die dem Wertstoffkreislauf nicht wieder zugeführt werden können.

Multipor Mineraldämmplatten sind ein Dämmstoff, der diese Vorgaben bereits jetzt erfüllt. Der Baustoff auf der Basis der natürlichen und mineralischen Rohstoffe Kalk, Sand, Zement und Wasser, gewährleistet ein problemloses Recycling. Der Rückbau hinterlässt keinen Abfall, dessen Entsorgung Deponieraum in Anspruch nimmt oder gar eine Entsorgung von Gefahrenstoffen nach sich zieht. Die Umweltfreundlichkeit von Multipor Mineraldämmplatten wird durch das Umweltsiegel Natureplus sowie durch die Umwelt-Deklaration des Institutes Bauen und Umwelt e. V. bestätigt. Als rein mineralischer Baustoff der Baustoffklasse A1 gemäß EN 13501-1 ist Multipor außerdem nicht brennbar. Flammschutzmittel werden daher keine eingesetzt. Im Gegenteil: Mineralische Rohstoffe hemmen im Brandfall sogar die Ausbreitung der Flammen. Bei Feuer entstehen keine giftigen Dämpfe und Rauch. Eigenschaften, die Multipor Mineraldämmplatten zur optimalen Lösung für eine energieeffiziente und nachhaltige Wärmedämmung von Außenwänden bzw. Fassaden werden lassen. Besonders in der Kombination mit Ytong Porenbeton und Silka Kalksandstein kann die Dämmung die neuen, verschärften Anforderungen problemlos erfüllen und sogar übertreffen.