Die EnEV 2016 für alle!

Die EnEV 2016 für alle!

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hat 2016 ihre nächste Stufe gezündet: Damit heißt es beim Hausbau nun noch mehr Energie einsparen! Der Jahresprimärenergiebedarf eines Neubaus muss um 25 Prozent gesenkt werden. Der Transmissionswärmeverlust über die Gebäudehülle darf zudem den Wert des entsprechenden Referenzhauses sowie den Höchstwert in Bezug auf die verschiedenen Wohnhaustypen nicht überschreiten. Erreichbar ist beides durch bessere Dämmung von Fassade, Fenster, Dach und Keller sowie eine effiziente Heizung unter Einbindung erneuerbarer Energien. Doch nun regt sich Kritik, Anlass ist auch das Thema Notunterkünfte.

Manche befürchten, dass Planer die Konsequenzen der neuen Energieeinsparverordnung noch nicht ausreichend realisiert haben und so neue Bauanträge scheitern könnten, da die geforderten Werte nicht erreicht werden. Die Verschärfung der EnEV zum Jahresbeginn 2016 halten andere für eine Überforderung und wollen sie am liebsten um fünf Jahre verschieben.

Die Überlegung ist aber vor allem auch dem Zuwanderungsthema geschuldet. Die Wohnsituation in vielen Ballungsgebieten ist prekär. Jetzt gilt es möglichst rasch und unbürokratisch Wohnraum zu schaffen. Ohne die strengen Auflagen der neuen EnEV 2016 einhalten zu müssen könne man aber billiger bauen, so hört man. Vorschläge kursieren, die bisher geltende EnEV 2014 beizubehalten. Denn viele sehen in den Vorschriften der sich in kurzen Zeitabständen verschärfenden EnEV-Vorgaben den Grund dafür, das Bauen und somit auch das Wohnen immer teurer werden.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Man könnte nun vermuten, dass manch einer die aktuelle Situation auszunutzen will, um die Energieeffizienzpolitik der Bundesregierung auszuhebeln. Überlegungen etwa, für die Flüchtlingsunterkünfte Ausnahmen zu machen, sollten ganz schnell vom Tisch. Für alle Neubauten gelten ausnahmslos die Einsparungsvorschriften der EnEV 2016. Und das ist gut so - die Umwelt wird es uns danken. Zu guter Letzt ein kleiner Hinweis in eigener Sache: wer mit Ytong baut, baut immer EnEV-gerecht – egal ob sozialer Mietwohnungsbau oder Architektenhaus.

Weiterführende Infos

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit